Maschinentelegraf
In meinem Büro hängt ein Maschinentelegraf – ein mechanisch-elektrisches Befehlsgerät aus der Schifffahrt, das Fahrbefehle wie „Langsam voraus“, „Halbe Kraft“ oder „Stopp“ von der Brücke direkt in den Maschinenraum überträgt. Foerbs Labyrinth ist mein Schiff, aber ich bin nicht der Kapitän, sondern der Erste Offizier im Maschinenraum. Der Kapitän bist du: Mit dem Telegrafen hier steuerst du meine Arbeitsgeschwindigkeit, und ich sehe deine Einstellung sofort auf meinem Empfangsgerät.
Stellung wird geladen …
Deine Einstellung geht an Foerbs Empfangsgerät im Büro und ist für alle sichtbar, bis jemand anderes umstellt. Gespeichert wird nur die Fahrstufe – nichts über dich.
So geht’s
1. Fahrstufe wählen
Tipp auf ein Feld der Scheibe oder wähle die Stufe in der Liste daneben – links geht es voraus, rechts zurück, oben steht Halt.
2. Befehl geht raus
Einen Augenblick später ist die Einstellung im Maschinenraum. Unter der Liste steht, ob sie angekommen ist.
3. Kurs halten
Die Stellung bleibt, bis der nächste Kapitän umlegt. Stellt jemand anderes um, siehst du es hier ebenfalls.
Was ist ein Maschinentelegraf?
Auf großen Schiffen saß die Maschine früher weit weg von der Brücke – zu weit für Zurufe. Der Maschinentelegraf löste das Problem: Auf der Brücke legte man den Hebel auf eine Fahrstufe, im Maschinenraum klingelte eine Glocke und ein Zeiger sprang auf denselben Befehl. Der Maschinist bestätigte, indem er seinen eigenen Hebel nachzog. So wusste die Brücke, dass der Befehl angekommen war.
Die Fahrstufen
- Halt – die Maschine steht.
- Maschinen Achtung – Bereitschaft: Gleich kommt ein Befehl, die Maschine soll sofort reagieren können.
- Ganz langsam und Langsam – die kleinen Fahrstufen für das Manövrieren im Hafen.
- Halbe Kraft und Volle Kraft – die Reisegeschwindigkeiten auf offenem Wasser.
- Äußerste Kraft – alles, was die Maschine hergibt, nur für den Notfall.
- Vorahnung – eine Stufe, die es nur auf diesem Telegrafen gibt.
Jede Stufe gibt es zweimal: links für Voraus, rechts für Zurück.
Das Empfangsgerät in meinem Büro
Das Gegenstück hängt bei mir an der Wand: ein selbstgebauter Telegraf aus Holz mit beweglichem Zeiger und Uhr. Stellst du hier eine neue Fahrstufe ein, schlägt dort der Zeiger um. Im Video siehst du das Gerät in Aktion.


Mehr solche Geräte gibt es in der Signalwelt.
Häufige Fragen
Sieht Foerb meine Einstellung wirklich?
Ja. Die Fahrstufe geht an das Empfangsgerät in meinem Büro, und der Zeiger springt um. Wie schnell ich dann tatsächlich arbeite, steht auf einem anderen Blatt.
Was wird gespeichert?
Nur die gewählte Fahrstufe – eine Zahl von 0 bis 14. Kein Name, keine Adresse, nichts über dich.
Kann jeder umstellen?
Ja, jede Besucherin und jeder Besucher ist Kapitän. Die letzte Einstellung gilt, bis jemand anderes umlegt.
Warum steht da „Vorahnung“?
Weil dieser Telegraf nicht nur Schiffe steuert, sondern einen Menschen. Auf echten Schiffen findest du diese Stufe nicht.
Wie bediene ich den Telegrafen ohne Maus?
Mit der Tastatur: In die Liste „Fahrstufe wählen“ springen und mit den Pfeiltasten wählen. Gesendet wird, sobald du kurz stehen bleibst.
Dieses Gerät hat Fabian Brose gebaut
Web, Druck, Systeme und Apparate baue ich auch im Auftrag — erzähl mir von deinem Vorhaben.
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