IT-Abkürzungen: über 600 Begriffe einfach erklärt

Was heißt eigentlich DNS, wofür steht TLS, und was macht ein BGP-Router? Dieses IT-Abkürzungsverzeichnis erklärt 616 Abkürzungen aus Netzwerk, Sicherheit, Cloud, Softwareentwicklung, Hardware und Web – jeweils mit Ausschreibung, einer kurzen Erklärung auf Deutsch und dem Fachbereich. Mit Suche, Bereichsfilter und A–Z-Leiste.

616 Abkürzungen

A

AAA Authentication, Authorization and Accounting
Sicherheitskonzept, das Anmeldung, Rechtevergabe und Protokollierung der Nutzung von Netzwerk- oder Systemzugriffen zusammenfasst. Bereich: Sicherheit
AAC Advanced Audio Coding
Verlustbehaftetes Audioformat, das Musik und Sprache stark komprimiert und etwa bei Streaming und auf Mobilgeräten genutzt wird. Bereich: Multimedia
ABAC Attribute-Based Access Control
Zugriffssteuerung, die Berechtigungen anhand von Merkmalen wie Rolle, Abteilung, Uhrzeit oder Standort dynamisch entscheidet. Bereich: Sicherheit
ACID Atomicity, Consistency, Isolation, Durability
Vier Eigenschaften, die Datenbanktransaktionen zuverlässig machen, sodass Daten auch bei Fehlern konsistent bleiben. Bereich: Daten & Datenbanken
ACL Access Control List
Liste von Regeln, die festlegt, wer auf eine Ressource zugreifen oder Netzwerkverkehr passieren lassen darf. Bereich: Sicherheit
ACLs Access Control Lists
Mehrzahl von ACL: Sammlung von Zugriffsregeln, die an Dateien, Routern oder Firewalls hinterlegt sind. Bereich: Sicherheit
ACME Automated Certificate Management Environment
Protokoll, mit dem Server TLS-Zertifikate automatisch beantragen und erneuern, etwa bei Let’s Encrypt. Bereich: Sicherheit
ACPI Advanced Configuration and Power Interface
Standard, über den das Betriebssystem Energiesparzustände, Lüfter und Hardwarekonfiguration des Rechners steuert. Bereich: Hardware
AD Active Directory
Verzeichnisdienst von Microsoft, der Benutzer, Computer und Berechtigungen in einem Windows-Netzwerk zentral verwaltet. Bereich: Betriebssysteme
ADB Android Debug Bridge
Kommandozeilenwerkzeug, mit dem Entwickler per USB oder Netzwerk auf Android-Geräte zugreifen, Apps installieren und debuggen. Bereich: Softwareentwicklung
ADC Analog-to-Digital Converter
Baustein, der analoge Signale wie Spannungen oder Töne in digitale Zahlenwerte umwandelt. Bereich: Hardware
ADF Application Development Framework
Java-Framework von Oracle zum Erstellen von Unternehmensanwendungen mit vorgefertigten Komponenten für Oberfläche und Datenzugriff. Bereich: Softwareentwicklung
ADFS Active Directory Federation Services
Microsoft-Dienst für Single Sign-on, der Anmeldungen aus dem Active Directory an externe Anwendungen weiterreicht. Bereich: Sicherheit
AES Advanced Encryption Standard
Weit verbreitetes symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, das etwa WLAN, Festplatten und TLS-Verbindungen schützt. Bereich: Sicherheit
AFS Andrew File System
Verteiltes Netzwerkdateisystem, das Dateien ortsunabhängig unter einem einheitlichen Pfad bereitstellt, v. a. an Hochschulen. Bereich: Cloud & Server
AGI Artificial General Intelligence
Hypothetische künstliche Intelligenz, die beliebige geistige Aufgaben ähnlich flexibel lösen könnte wie ein Mensch. Bereich: KI & Datenanalyse
AI Artificial Intelligence
Teilgebiet der Informatik, das Systeme entwickelt, die aus Daten lernen und Aufgaben wie Erkennen oder Entscheiden übernehmen. Bereich: KI & Datenanalyse
AIX Advanced Interactive eXecutive
Unix-Betriebssystem von IBM, das vor allem auf Power-Servern in Rechenzentren eingesetzt wird. Bereich: Betriebssysteme
AJAX Asynchronous JavaScript and XML
Technik, mit der Webseiten im Hintergrund Daten vom Server nachladen, ohne die ganze Seite neu zu laden. Bereich: Web
AJP Apache JServ Protocol
Binärprotokoll, über das ein Webserver wie Apache Anfragen an einen Java-Anwendungsserver wie Tomcat weiterleitet. Bereich: Web
ALPN Application-Layer Protocol Negotiation
TLS-Erweiterung, mit der Client und Server beim Verbindungsaufbau das Anwendungsprotokoll wie HTTP/2 aushandeln. Bereich: Netzwerk
ALSA Advanced Linux Sound Architecture
Teil des Linux-Kernels, der Treiber und Schnittstellen für Soundkarten und Audiogeräte bereitstellt. Bereich: Betriebssysteme
AMQP Advanced Message Queuing Protocol
Offenes Protokoll für den zuverlässigen Nachrichtenaustausch zwischen Anwendungen über Message Broker wie RabbitMQ. Bereich: Softwareentwicklung
ANN Artificial Neural Network
Rechenmodell aus vernetzten künstlichen Neuronen, das aus Beispieldaten Muster lernt und Grundlage von Deep Learning ist. Bereich: KI & Datenanalyse
AoE ATA over Ethernet
Protokoll, das Festplatten über ein lokales Ethernet-Netz als Blockgeräte bereitstellt, ohne IP-Schicht. Bereich: Cloud & Server
AOT Ahead-of-Time
Kompilierverfahren, bei dem Code schon vor der Ausführung in Maschinencode übersetzt wird, um den Programmstart zu beschleunigen. Bereich: Softwareentwicklung
API Application Programming Interface
Definierte Schnittstelle, über die Programme Funktionen oder Daten anderer Software nutzen können. Bereich: Softwareentwicklung
APIPA Automatic Private IP Addressing
Windows-Mechanismus, der sich bei fehlendem DHCP-Server selbst eine Adresse aus dem Bereich 169.254.x.x zuweist. Bereich: Netzwerk
APK Android Package
Dateiformat, in dem Android-Apps mit Code, Ressourcen und Manifest zur Installation verpackt werden. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
APM Application Performance Monitoring
Überwachung von Anwendungen, die Antwortzeiten, Fehler und Engpässe im laufenden Betrieb misst und sichtbar macht. Bereich: Cloud & Server
ARP Address Resolution Protocol
Netzwerkprotokoll, das im lokalen Netz zu einer IPv4-Adresse die passende MAC-Adresse ermittelt. Bereich: Netzwerk
ASAP As Soon As Possible
Kürzel aus der Geschäftskommunikation, das eine Aufgabe als dringend und schnellstmöglich zu erledigen kennzeichnet. Bereich: IT-Management & Recht
ASCII American Standard Code for Information Interchange
Zeichenkodierung mit 128 Zeichen, die Buchstaben, Ziffern und Steuerzeichen als 7-Bit-Zahlen darstellt. Bereich: Daten & Datenbanken
ASIC Application-Specific Integrated Circuit
Chip, der für genau eine Aufgabe entworfen ist, etwa für Netzwerk-Switches oder das Mining von Kryptowährungen. Bereich: Hardware
ASLR Address Space Layout Randomization
Schutzmechanismus, der Speicherbereiche eines Programms zufällig anordnet und so das Ausnutzen von Sicherheitslücken erschwert. Bereich: Sicherheit
ASN Autonomous System Number
Eindeutige Nummer eines autonomen Systems, also eines Netzes unter einheitlicher Verwaltung, für das Routing per BGP. Bereich: Netzwerk
ASP Active Server Pages
Ältere Technik von Microsoft, mit der Webseiten auf dem Server per Skript dynamisch erzeugt werden. Bereich: Web
AST Abstract Syntax Tree
Baumstruktur, in der ein Compiler oder Linter den Aufbau eines Quelltexts nach dem Parsen darstellt. Bereich: Softwareentwicklung
ATM Asynchronous Transfer Mode
Ältere Netzwerktechnik, die Daten in Zellen fester Größe überträgt und früher in Weitverkehrsnetzen und DSL verbreitet war. Bereich: Netzwerk
AUX Auxiliary
Bezeichnung für einen Zusatzanschluss, etwa einen analogen Audioeingang oder einen Hilfsport an Netzwerkgeräten. Bereich: Hardware
AV Antivirus
Software, die Schadprogramme anhand von Signaturen und Verhalten erkennt, blockiert und entfernt. Bereich: Sicherheit
AVX Advanced Vector Extensions
Befehlssatzerweiterung für x86-Prozessoren, die viele Rechenoperationen gleichzeitig auf Vektordaten ausführt. Bereich: Hardware
AWS Amazon Web Services
Cloud-Plattform von Amazon, die Rechenleistung, Speicher, Datenbanken und viele weitere Dienste nach Bedarf anbietet. Bereich: Cloud & Server

B

B2B Business-to-Business
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen, etwa bei Software, Diensten oder Handelsplattformen für Firmenkunden. Bereich: IT-Management & Recht
B2C Business-to-Consumer
Geschäftsbeziehung zwischen Unternehmen und Privatkunden, etwa im Onlinehandel oder bei Apps für Endverbraucher. Bereich: IT-Management & Recht
BACnet Building Automation and Control Networks
Offenes Kommunikationsprotokoll, über das Geräte der Gebäudetechnik wie Heizung, Lüftung und Licht Daten austauschen. Bereich: Netzwerk
BAS Building Automation System
System, das technische Anlagen eines Gebäudes wie Heizung, Klima und Beleuchtung zentral überwacht und steuert. Bereich: Hardware
Bash Bourne Again Shell
Verbreitete Kommandozeile und Skriptsprache unter Linux und macOS zum Ausführen von Befehlen und Automatisieren von Aufgaben. Bereich: Betriebssysteme
BCDR Business Continuity and Disaster Recovery
Planung, mit der ein Unternehmen den Betrieb bei Störungen aufrechterhält und IT-Systeme nach Ausfällen wiederherstellt. Bereich: IT-Management & Recht
BERT Bidirectional Encoder Representations from Transformers
Sprachmodell von Google, das Wörter im Kontext beider Richtungen versteht und für Suche und Textanalyse genutzt wird. Bereich: KI & Datenanalyse
BGP Border Gateway Protocol
Routingprotokoll, mit dem die großen Netze des Internets einander mitteilen, welche Adressbereiche sie erreichen. Bereich: Netzwerk
BI Business Intelligence
Verfahren und Werkzeuge, die Unternehmensdaten sammeln, auswerten und in Berichten oder Dashboards aufbereiten. Bereich: KI & Datenanalyse
BIND Berkeley Internet Name Domain
Weit verbreitete DNS-Serversoftware, die Domainnamen in IP-Adressen auflöst und Zonen verwaltet. Bereich: Netzwerk
BIOS Basic Input/Output System
Firmware auf der Hauptplatine, die beim Einschalten die Hardware prüft und das Betriebssystem startet. Bereich: Hardware
Bit Binary Digit
Kleinste Informationseinheit in der Digitaltechnik, die genau einen von zwei Zuständen, 0 oder 1, annehmen kann. Bereich: Hardware
BLE Bluetooth Low Energy
Stromsparende Bluetooth-Variante für kleine Datenmengen, etwa bei Fitnessarmbändern, Sensoren und Smart-Home-Geräten. Bereich: Netzwerk
BLF Busy Lamp Field
Funktion von Telefonanlagen, die per Leuchttaste anzeigt, ob ein Kollege gerade telefoniert oder erreichbar ist. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
BLOB Binary Large Object
Datenbankfeld für große Binärdaten wie Bilder, Videos oder Dokumente, die nicht als Text gespeichert werden. Bereich: Daten & Datenbanken
BMC Baseboard Management Controller
Eigener Chip auf Serverplatinen, über den Administratoren den Server auch ausgeschaltet fernüberwachen und steuern. Bereich: Hardware
BOM Bill of Materials
Stückliste aller Bauteile eines Produkts; als Software-BOM auch Liste aller Komponenten und Bibliotheken einer Anwendung. Bereich: IT-Management & Recht
Boot Bootstrap
Startvorgang eines Rechners, bei dem die Firmware das Betriebssystem lädt und in den Arbeitsspeicher bringt. Bereich: Betriebssysteme Name, keine Abkürzung
bps Bits per Second
Maßeinheit für die Datenübertragungsrate, die angibt, wie viele Bits pro Sekunde übertragen werden. Bereich: Netzwerk
Bridge Bridge
Netzwerkgerät oder Softwarefunktion, die zwei Netzsegmente auf Schicht 2 anhand von MAC-Adressen verbindet. Bereich: Netzwerk Name, keine Abkürzung
BSD Berkeley Software Distribution
Unix-Abkömmling der Universität Berkeley, auf dem Systeme wie FreeBSD, OpenBSD und Teile von macOS beruhen. Bereich: Betriebssysteme
BSP Board Support Package
Paket aus Treibern und Startcode, das ein Betriebssystem an eine bestimmte Hardwareplatine anpasst, v. a. bei Embedded-Systemen. Bereich: Hardware
BSS Basic Service Set
Grundbaustein eines WLANs aus einem Access Point und den mit ihm verbundenen Geräten. Bereich: Netzwerk
BSSID Basic Service Set Identifier
Kennung einer WLAN-Funkzelle, meist die MAC-Adresse des Access Points, zur Unterscheidung gleichnamiger Netze. Bereich: Netzwerk
Btrfs B-Tree File System
Linux-Dateisystem mit Snapshots, Prüfsummen und integrierter Laufwerksverwaltung für flexible Speicherung. Bereich: Betriebssysteme
BYOD Bring Your Own Device
Konzept, bei dem Beschäftigte private Smartphones oder Laptops für die Arbeit nutzen dürfen, mit eigenen Sicherheitsregeln. Bereich: IT-Management & Recht

C

CA Certificate Authority
Vertrauenswürdige Stelle, die digitale Zertifikate ausstellt und damit die Identität von Servern oder Personen bestätigt. Bereich: Sicherheit
CAA Certification Authority Authorization
DNS-Eintrag, der festlegt, welche Zertifizierungsstellen für eine Domain TLS-Zertifikate ausstellen dürfen. Bereich: Sicherheit
CaaS Container as a Service
Cloud-Angebot, bei dem der Anbieter die Plattform bereitstellt, auf der Kunden Container starten und verwalten. Bereich: Cloud & Server
CAD Computer-Aided Design
Rechnergestütztes Konstruieren, bei dem technische Zeichnungen und 3D-Modelle am Computer entworfen werden. Bereich: Multimedia
CAM Computer-Aided Manufacturing
Rechnergestützte Fertigung, bei der aus Konstruktionsdaten Steuerprogramme für Maschinen wie CNC-Fräsen entstehen. Bereich: Hardware
CAPTCHA Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart
Test auf Webseiten, der Menschen von automatisierten Bots unterscheiden soll, etwa durch Bilderrätsel. Bereich: Sicherheit
CAS Central Authentication Service
Single-Sign-on-Protokoll und -Server, über den sich Nutzer einmal anmelden und dann mehrere Webdienste verwenden. Bereich: Sicherheit
CDFS Compact Disc File System
Dateisystem für CD-ROMs nach ISO 9660, über das Betriebssysteme Daten von optischen Datenträgern lesen. Bereich: Betriebssysteme
CDN Content Delivery Network
Weltweit verteiltes Servernetz, das Webinhalte nah am Nutzer ausliefert und so Ladezeiten und Last senkt. Bereich: Web
CEF Common Event Format
Textformat für Sicherheits- und Protokollmeldungen, damit verschiedene Geräte Ereignisse einheitlich an ein SIEM senden. Bereich: Sicherheit
CGI Common Gateway Interface
Schnittstelle, über die ein Webserver externe Programme startet, um Webseiten dynamisch zu erzeugen. Bereich: Web
CI Continuous Integration
Entwicklungspraxis, bei der Codeänderungen häufig zusammengeführt und automatisch gebaut und getestet werden. Bereich: Softwareentwicklung
CIDR Classless Inter-Domain Routing
Schreibweise und Verfahren, das IP-Adressbereiche mit Präfixlänge wie /24 flexibel aufteilt und zusammenfasst. Bereich: Netzwerk
CIFS Common Internet File System
Ältere Variante des SMB-Protokolls, über die Windows Dateien und Drucker im Netzwerk freigibt. Bereich: Netzwerk
CLF Common Log Format
Standardisiertes Textformat, in dem Webserver jeden Zugriff mit Adresse, Zeit, Anfrage und Statuscode protokollieren. Bereich: Web
CLI Command Line Interface
Textbasierte Bedienoberfläche, in der Programme über eingetippte Befehle statt über Fenster und Maus gesteuert werden. Bereich: Betriebssysteme
CMOS Complementary Metal-Oxide-Semiconductor
Halbleitertechnik für stromsparende Chips; auch der kleine Speicher für BIOS-Einstellungen auf der Hauptplatine. Bereich: Hardware
CMS Content Management System
Software, mit der Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse erstellt, bearbeitet und veröffentlicht werden. Bereich: Web
CNAME Canonical Name
DNS-Eintrag, der einen Domainnamen als Alias auf einen anderen Namen verweisen lässt. Bereich: Netzwerk
CNI Container Network Interface
Standard und Plug-in-Schnittstelle, über die Container-Plattformen wie Kubernetes Netzwerke für Container einrichten. Bereich: Cloud & Server
COBOL Common Business-Oriented Language
Alte Programmiersprache für kaufmännische Anwendungen, die noch heute in Banken und Behörden auf Großrechnern läuft. Bereich: Softwareentwicklung
COM Component Object Model
Microsoft-Technik, mit der Softwarekomponenten unabhängig von der Programmiersprache miteinander kommunizieren. Bereich: Softwareentwicklung
CORBA Common Object Request Broker Architecture
Standard für verteilte Anwendungen, bei dem Objekte über Netz- und Sprachgrenzen hinweg Methoden aufrufen. Bereich: Softwareentwicklung
CPAN Comprehensive Perl Archive Network
Zentrales Archiv mit Tausenden frei verfügbaren Modulen und Bibliotheken für die Programmiersprache Perl. Bereich: Softwareentwicklung
CPE Customer Premises Equipment
Netzwerkgerät beim Kunden, etwa Router oder Modem, das den Anschluss mit dem Netz des Providers verbindet. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
CPU Central Processing Unit
Hauptprozessor eines Computers, der Programmbefehle ausführt und Rechenoperationen steuert. Bereich: Hardware
CRC Cyclic Redundancy Check
Prüfsummenverfahren, mit dem Übertragungs- oder Speicherfehler in Datenblöcken erkannt werden. Bereich: Netzwerk
CRM Customer Relationship Management
Software und Strategie zur Verwaltung von Kundendaten, Kontakten und Vertriebsvorgängen an einem zentralen Ort. Bereich: IT-Management & Recht
cron Chronos (griechisch für Zeit)
Unix-Dienst, der Befehle und Skripte zu festgelegten Zeiten oder in regelmäßigen Abständen automatisch ausführt. Bereich: Betriebssysteme Name, keine Abkürzung
CRUD Create, Read, Update, Delete
Die vier Grundoperationen, mit denen Anwendungen Datensätze in einer Datenbank anlegen, lesen, ändern und löschen. Bereich: Daten & Datenbanken
CSMA Carrier Sense Multiple Access
Zugriffsverfahren, bei dem Geräte vor dem Senden prüfen, ob das gemeinsame Medium frei ist, etwa bei Ethernet und WLAN. Bereich: Netzwerk
CSP Content Security Policy
HTTP-Header, mit dem eine Website festlegt, aus welchen Quellen Skripte, Bilder und Stile geladen werden dürfen – ein Schutz gegen XSS. Bereich: Sicherheit
CSR Certificate Signing Request
Zertifikatsanfrage mit öffentlichem Schlüssel und Angaben zum Inhaber, die eine Zertifizierungsstelle unterschreiben soll. Bereich: Sicherheit
CSRF Cross-Site Request Forgery
Angriff, bei dem eine fremde Seite den Browser eines angemeldeten Nutzers ungewollte Aktionen in einer Webanwendung auslösen lässt. Bereich: Sicherheit
CSS Cascading Style Sheets
Stilsprache, die Aussehen und Layout von Webseiten festlegt, etwa Farben, Schriften und Abstände. Bereich: Web
CSV Comma-Separated Values
Einfaches Textformat für Tabellen, bei dem Werte durch Kommas oder Semikolons getrennt zeilenweise stehen. Bereich: Daten & Datenbanken
CTI Computer Telephony Integration
Verknüpfung von Telefonanlage und Computer, etwa um aus dem CRM anzurufen oder Anruferdaten anzuzeigen. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
CUPS Common Unix Printing System
Drucksystem für Linux und macOS, das Druckaufträge verwaltet und Drucker im Netzwerk bereitstellt. Bereich: Betriebssysteme
CVE Common Vulnerabilities and Exposures
Öffentliches Verzeichnis, das bekannten Sicherheitslücken eine eindeutige Kennung wie CVE-2024-1234 zuweist. Bereich: Sicherheit

D

DAC Digital-to-Analog Converter
Baustein, der digitale Werte in analoge Signale umwandelt, etwa für die Tonausgabe über Kopfhörer. Bereich: Hardware
DAO Data Access Object
Entwurfsmuster, das den Datenbankzugriff in eigenen Klassen kapselt und von der Geschäftslogik trennt. Bereich: Softwareentwicklung
DAST Dynamic Application Security Testing
Sicherheitstest, der eine laufende Anwendung von außen angreift, um Schwachstellen wie XSS oder SQL-Injection zu finden. Bereich: Sicherheit
DB Database
Organisierte Sammlung von Daten, die von einem Datenbanksystem gespeichert, verwaltet und abgefragt wird. Bereich: Daten & Datenbanken
DBMS Database Management System
Software, die Datenbanken anlegt, Abfragen verarbeitet und Zugriff, Konsistenz und Sicherung regelt. Bereich: Daten & Datenbanken
DC Domain Controller
Server im Windows-Netzwerk, der das Active Directory bereitstellt und Anmeldungen der Benutzer prüft. Bereich: Betriebssysteme
DCIM Data Center Infrastructure Management
Software zur Überwachung und Planung von Rechenzentren, etwa von Strom, Kühlung, Racks und Stellflächen. Bereich: Cloud & Server
DDoS Distributed Denial of Service
Angriff, bei dem viele gekaperte Rechner einen Dienst mit Anfragen überfluten, bis er nicht mehr erreichbar ist. Bereich: Sicherheit
DDR Double Data Rate
Arbeitsspeichertechnik, die Daten bei steigender und fallender Taktflanke überträgt; heute in Generationen wie DDR5. Bereich: Hardware
DES Data Encryption Standard
Älteres symmetrisches Verschlüsselungsverfahren mit 56-Bit-Schlüssel, das heute als unsicher gilt und durch AES ersetzt ist. Bereich: Sicherheit
DHCP Dynamic Host Configuration Protocol
Netzwerkprotokoll, das Geräten automatisch IP-Adresse, Gateway und DNS-Server zuweist. Bereich: Netzwerk
DIMM Dual Inline Memory Module
Bauform von Arbeitsspeicher-Modulen mit Kontakten auf beiden Seiten, wie sie in Desktop-PCs und Servern stecken. Bereich: Hardware
DKIM DomainKeys Identified Mail
Verfahren, das ausgehende E-Mails digital signiert, damit Empfänger Absenderdomain und Unverfälschtheit prüfen können. Bereich: Sicherheit
DLL Dynamic Link Library
Programmbibliothek unter Windows, die Funktionen enthält, die mehrere Programme zur Laufzeit gemeinsam nutzen. Bereich: Betriebssysteme
DLP Data Loss Prevention
Sicherheitsmaßnahmen und Software, die verhindern, dass vertrauliche Daten unbemerkt das Unternehmen verlassen. Bereich: Sicherheit
DMA Direct Memory Access
Verfahren, bei dem Geräte wie Netzwerk- oder Grafikkarten direkt auf den Arbeitsspeicher zugreifen, ohne den Prozessor zu belasten. Bereich: Hardware
DMARC Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance
E-Mail-Richtlinie, die auf SPF und DKIM aufbaut und festlegt, wie Empfänger mit gefälschten Absendern umgehen. Bereich: Sicherheit
DMZ Demilitarized Zone
Abgeschottetes Netzsegment zwischen Internet und internem Netz, in dem öffentlich erreichbare Server stehen. Bereich: Netzwerk
DNS Domain Name System
Verzeichnisdienst des Internets, der Domainnamen wie example.de in IP-Adressen übersetzt. Bereich: Netzwerk
DNSSEC Domain Name System Security Extensions
Erweiterung des DNS, die Antworten digital signiert, damit gefälschte Namensauflösungen erkannt werden. Bereich: Sicherheit
DoH DNS over HTTPS
Verfahren, das DNS-Anfragen verschlüsselt über HTTPS sendet, damit Dritte sie nicht mitlesen oder verändern. Bereich: Netzwerk
DOM Document Object Model
Baumartige Darstellung einer HTML- oder XML-Seite, über die Skripte Inhalte und Struktur im Browser verändern. Bereich: Web
DoT DNS over TLS
Verfahren, das DNS-Anfragen über eine eigene TLS-verschlüsselte Verbindung auf Port 853 überträgt. Bereich: Netzwerk
DPDK Data Plane Development Kit
Bibliotheken, mit denen Anwendungen Netzwerkpakete am Kernel vorbei sehr schnell direkt von der Netzwerkkarte verarbeiten. Bereich: Netzwerk
DRBD Distributed Replicated Block Device
Linux-Lösung, die Festplatteninhalte blockweise über das Netz auf einen zweiten Server spiegelt, etwa für Hochverfügbarkeit. Bereich: Cloud & Server
DRM Digital Rights Management
Technische Verfahren, die die Nutzung digitaler Inhalte wie Filme, Musik oder E-Books kontrollieren und beschränken. Bereich: Multimedia
DSCP Differentiated Services Code Point
Feld im IP-Header, mit dem Pakete für Quality of Service priorisiert werden, etwa Sprachdaten vor Downloads. Bereich: Netzwerk
DSGVO Datenschutz-Grundverordnung
EU-Verordnung, die regelt, wie personenbezogene Daten erhoben, verarbeitet und geschützt werden müssen. Bereich: IT-Management & Recht
DSL Digital Subscriber Line
Technik für schnellen Internetzugang über die vorhandene Kupfer-Telefonleitung. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
DTMF Dual-Tone Multi-Frequency
Tonwahlverfahren, bei dem jede Telefontaste ein Paar aus zwei Tönen erzeugt, etwa für Sprachmenüs. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
DTO Data Transfer Object
Einfaches Objekt, das nur Daten bündelt, um sie zwischen Schichten oder Diensten einer Anwendung zu übertragen. Bereich: Softwareentwicklung
DVCS Distributed Version Control System
Versionsverwaltung wie Git, bei der jede Arbeitskopie die vollständige Historie enthält und offline nutzbar ist. Bereich: Softwareentwicklung
DX Developer Experience
Gesamteindruck, wie angenehm und effizient Entwickler mit einem Werkzeug, einer API oder Plattform arbeiten können. Bereich: Softwareentwicklung

E

EAI Enterprise Application Integration
Ansatz, unterschiedliche Unternehmensanwendungen so zu verbinden, dass sie Daten und Prozesse automatisch austauschen. Bereich: Softwareentwicklung
EAP Extensible Authentication Protocol
Rahmenprotokoll für Anmeldeverfahren, das etwa bei WPA-Enterprise und 802.1X in WLAN und LAN genutzt wird. Bereich: Sicherheit
eBPF extended Berkeley Packet Filter
Linux-Technik, mit der kleine geprüfte Programme sicher im Kernel laufen, etwa für Netzwerk, Monitoring und Sicherheit. Bereich: Betriebssysteme
EC2 Elastic Compute Cloud
Dienst von Amazon Web Services, der virtuelle Server nach Bedarf bereitstellt und nach Nutzung abrechnet. Bereich: Cloud & Server
ECC Error-Correcting Code
Verfahren und Speichertyp, der einzelne Bitfehler im Arbeitsspeicher erkennt und automatisch korrigiert. Bereich: Hardware
ECDSA Elliptic Curve Digital Signature Algorithm
Signaturverfahren auf Basis elliptischer Kurven, das mit kurzen Schlüsseln hohe Sicherheit bietet, etwa bei TLS und SSH. Bereich: Sicherheit
ECMAScript Ecma International (früher European Computer Manufacturers Association) Script
Standardisierte Sprachspezifikation, auf der JavaScript beruht und die jährlich um neue Sprachfunktionen erweitert wird. Bereich: Web
EDID Extended Display Identification Data
Datensatz, den ein Monitor an die Grafikkarte meldet, damit diese passende Auflösungen und Bildfrequenzen wählt. Bereich: Hardware
EDR Endpoint Detection and Response
Sicherheitslösung, die Endgeräte laufend überwacht, verdächtiges Verhalten erkennt und Gegenmaßnahmen einleitet. Bereich: Sicherheit
EEPROM Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory
Nichtflüchtiger Speicherbaustein, der elektrisch gelöscht und neu beschrieben werden kann, etwa für Firmware oder Einstellungen. Bereich: Hardware
EFI Extensible Firmware Interface
Firmware-Schnittstelle zwischen Hardware und Betriebssystem, die als UEFI das klassische BIOS abgelöst hat. Bereich: Hardware
EFS Encrypting File System
Funktion von Windows, mit der einzelne Dateien und Ordner auf NTFS-Datenträgern benutzerbezogen verschlüsselt werden. Bereich: Sicherheit
EIGRP Enhanced Interior Gateway Routing Protocol
Routingprotokoll von Cisco, das innerhalb eines Unternehmensnetzes schnelle und schleifenfreie Wege berechnet. Bereich: Netzwerk
ELK Elasticsearch, Logstash, Kibana
Kombination aus drei Open-Source-Werkzeugen zum Sammeln, Durchsuchen und Visualisieren von Logdaten. Bereich: KI & Datenanalyse
EMI Electromagnetic Interference
Elektromagnetische Störung, die von Geräten oder Leitungen ausgeht und andere Elektronik oder Datenübertragungen beeinträchtigt. Bereich: Hardware
eMMC embedded MultiMediaCard
Fest verlöteter Flash-Speicher mit integriertem Controller, wie er in Smartphones, Tablets und günstigen Laptops steckt. Bereich: Hardware
EOF End of File
Markierung oder Zustand, der einem Programm beim Lesen anzeigt, dass das Ende einer Datei oder eines Datenstroms erreicht ist. Bereich: Softwareentwicklung
EOL End of Life
Zeitpunkt, ab dem ein Hersteller ein Produkt nicht mehr verkauft oder keine Updates und keinen Support mehr liefert. Bereich: IT-Management & Recht
EPS Encapsulated PostScript
Grafikformat auf PostScript-Basis, das Vektorgrafiken für den Druck und den Austausch zwischen Programmen speichert. Bereich: Multimedia
ERP Enterprise Resource Planning
Unternehmenssoftware, die Bereiche wie Einkauf, Lager, Produktion, Personal und Buchhaltung in einem System verbindet. Bereich: IT-Management & Recht
ESB Enterprise Service Bus
Zentrale Integrationsschicht, über die Anwendungen eines Unternehmens Nachrichten austauschen und Dienste aufrufen. Bereich: Softwareentwicklung
ESD Electrostatic Discharge
Elektrostatische Entladung, die empfindliche Bauteile beschädigen kann, weshalb bei Hardwarearbeiten Schutz nötig ist. Bereich: Hardware
eSIM embedded Subscriber Identity Module
Fest im Gerät verbauter SIM-Chip, auf den Mobilfunkprofile digital geladen werden, ohne Karte zu tauschen. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
ESR Extended Support Release
Programmversion mit verlängertem Support, die über längere Zeit nur Sicherheitsupdates erhält, etwa Firefox ESR. Bereich: Softwareentwicklung
ESXi Elastic Sky X Integrated
Hypervisor von VMware, der direkt auf der Serverhardware läuft und darauf mehrere virtuelle Maschinen betreibt. Bereich: Cloud & Server
ETL Extract, Transform, Load
Prozess, der Daten aus Quellsystemen ausliest, bereinigt und umformt und dann in ein Data Warehouse lädt. Bereich: Daten & Datenbanken
EULA End-User License Agreement
Lizenzvertrag zwischen Softwarehersteller und Nutzer, der regelt, wie ein Programm verwendet werden darf. Bereich: IT-Management & Recht
EVPN Ethernet Virtual Private Network
Technik, die Layer-2- und Layer-3-Netze per BGP über Rechenzentren hinweg verbindet, oft zusammen mit VXLAN. Bereich: Netzwerk
EXIF Exchangeable Image File Format
Standard für Metadaten in Fotos, etwa Kameramodell, Belichtung, Aufnahmezeit und GPS-Position. Bereich: Multimedia

F

FaaS Function as a Service
Cloud-Modell, bei dem einzelne Funktionen ereignisgesteuert ausgeführt werden, ohne selbst Server zu betreiben. Bereich: Cloud & Server
FAT File Allocation Table
Einfaches Dateisystem, das in Varianten wie FAT32 auf USB-Sticks und Speicherkarten weit verbreitet ist. Bereich: Betriebssysteme
FEC Forward Error Correction
Verfahren, das beim Senden Zusatzdaten mitschickt, damit der Empfänger Übertragungsfehler ohne Rückfrage korrigiert. Bereich: Netzwerk
FIDO Fast IDentity Online
Offener Standard für passwortlose oder Zwei-Faktor-Anmeldung mit Sicherheitsschlüsseln, Passkeys oder Biometrie. Bereich: Sicherheit
FIFO First In, First Out
Verarbeitungsprinzip, bei dem das zuerst eingegangene Element auch zuerst bearbeitet wird, etwa in Warteschlangen. Bereich: Softwareentwicklung
FIM File Integrity Monitoring
Sicherheitsverfahren, das wichtige Dateien überwacht und unerwartete Änderungen meldet, etwa durch Prüfsummen. Bereich: Sicherheit
FIPS Federal Information Processing Standards
US-Behördenstandards für IT, bekannt vor allem durch FIPS 140 für zertifizierte Kryptografiemodule. Bereich: Sicherheit
FLOSS Free/Libre and Open Source Software
Sammelbegriff für Software, deren Quelltext offen ist und frei genutzt, verändert und weitergegeben werden darf. Bereich: IT-Management & Recht
FPGA Field-Programmable Gate Array
Chip, dessen Logikschaltungen nach der Herstellung frei programmiert werden können, etwa für Prototypen und Signalverarbeitung. Bereich: Hardware
FPU Floating Point Unit
Rechenwerk im Prozessor, das Berechnungen mit Gleitkommazahlen schnell in Hardware ausführt. Bereich: Hardware
FQDD Fully Qualified Device Descriptor
Eindeutige Bezeichnung einer Hardwarekomponente in Dell-Servern, über die sie etwa per iDRAC angesprochen wird. Bereich: Hardware
FQDN Fully Qualified Domain Name
Vollständiger Domainname eines Rechners inklusive aller Ebenen, etwa server.example.de. Bereich: Netzwerk
FRR Free Range Routing
Open-Source-Routing-Suite für Linux, die Protokolle wie BGP, OSPF und IS-IS auf Servern und Routern bereitstellt. Bereich: Netzwerk
FRU Field Replaceable Unit
Hardwarebauteil, das ein Techniker vor Ort ohne Spezialwerkzeug austauschen kann, etwa Netzteil oder Lüfter. Bereich: Hardware
fsck File System Consistency Check
Unix-Werkzeug, das ein Dateisystem auf Fehler und Inkonsistenzen prüft und diese nach Möglichkeit repariert. Bereich: Betriebssysteme
FSM Finite State Machine
Modell aus endlich vielen Zuständen und Übergängen, mit dem etwa Protokolle oder Programmabläufe beschrieben werden. Bereich: Softwareentwicklung
FTP File Transfer Protocol
Altes Netzwerkprotokoll zum Übertragen von Dateien zwischen Client und Server, standardmäßig unverschlüsselt. Bereich: Netzwerk
FTPS File Transfer Protocol Secure
Erweiterung von FTP, die Anmeldung und Dateiübertragung per TLS verschlüsselt. Bereich: Netzwerk
FTTH Fiber to the Home
Glasfaseranschluss, bei dem die Faser bis in die Wohnung oder das Haus des Kunden reicht und sehr hohe Bandbreiten erlaubt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
FUSE Filesystem in Userspace
Schnittstelle, mit der Dateisysteme als normale Programme statt im Kernel laufen, etwa sshfs oder rclone mount. Bereich: Betriebssysteme
FUSE3 Filesystem in Userspace Version 3
Dritte Hauptversion der FUSE-Bibliothek, mit der Dateisysteme als normale Programme im Userspace umgesetzt werden. Bereich: Betriebssysteme

G

GA General Availability
Freigabestufe, ab der eine Software offiziell für alle Kunden verfügbar und für den Produktivbetrieb vorgesehen ist. Bereich: Softwareentwicklung
Gbit Gigabit
Maßeinheit für Datenmengen und Übertragungsraten, entspricht einer Milliarde Bit, etwa bei Gbit/s für Netzwerke. Bereich: Netzwerk
GCC GNU Compiler Collection
Freie Sammlung von Compilern für C, C++ und weitere Sprachen, Standardwerkzeug unter Linux. Bereich: Softwareentwicklung
GCD Greatest Common Divisor
Größter gemeinsamer Teiler zweier Zahlen; in der Informatik ein Standardbeispiel für Algorithmen wie den euklidischen. Bereich: Softwareentwicklung
GCM Galois/Counter Mode
Betriebsart für Blockchiffren wie AES, die Daten verschlüsselt und zugleich ihre Unverfälschtheit absichert. Bereich: Sicherheit
GDB GNU Debugger
Kommandozeilen-Debugger, mit dem Programme schrittweise ausgeführt und Variablen und Speicher untersucht werden. Bereich: Softwareentwicklung
GDI Graphics Device Interface
Windows-Schnittstelle, über die Programme Grafiken und Text auf Bildschirm und Drucker ausgeben. Bereich: Betriebssysteme
GÉANT GÉANT
Europäisches Hochleistungsnetz, das nationale Forschungs- und Bildungsnetze wie das DFN miteinander verbindet. Bereich: Netzwerk Name, keine Abkürzung
GIF Graphics Interchange Format
Bildformat mit höchstens 256 Farben, das kurze Animationen unterstützt und im Web für Grafiken und Memes genutzt wird. Bereich: Multimedia
GIMP GNU Image Manipulation Program
Freies Bildbearbeitungsprogramm für Fotoretusche, Grafikerstellung und Bildkomposition. Bereich: Multimedia
GKE Google Kubernetes Engine
Verwalteter Dienst der Google Cloud, der Kubernetes-Cluster für Containeranwendungen bereitstellt und betreibt. Bereich: Cloud & Server
GPG GNU Privacy Guard
Freie Software zum Verschlüsseln und Signieren von Dateien und E-Mails nach dem OpenPGP-Standard. Bereich: Sicherheit
GPIO General-Purpose Input/Output
Frei programmierbare Pins an Mikrocontrollern oder dem Raspberry Pi, die als Ein- oder Ausgang dienen. Bereich: Hardware
GPO Group Policy Object
Sammlung von Gruppenrichtlinien im Active Directory, mit der Einstellungen für Benutzer und Rechner zentral verteilt werden. Bereich: Betriebssysteme
GPT GUID Partition Table
Partitionierungsschema für Datenträger, das den MBR ablöst, mehr Partitionen erlaubt und Platten über 2 TB unterstützt. Bereich: Betriebssysteme
GPU Graphics Processing Unit
Grafikprozessor, der viele Rechenoperationen parallel ausführt – für Bilddarstellung und zunehmend für KI-Berechnungen. Bereich: Hardware
GRE Generic Routing Encapsulation
Tunnelprotokoll, das beliebige Netzwerkpakete in IP-Pakete verpackt, etwa um entfernte Netze zu verbinden. Bereich: Netzwerk
gRPC gRPC Remote Procedure Calls
Framework für schnelle Aufrufe zwischen Diensten, das HTTP/2 und Protocol Buffers nutzt, oft bei Microservices. Bereich: Softwareentwicklung
GRUB GRand Unified Bootloader
Verbreiteter Bootloader unter Linux, der beim Rechnerstart das Betriebssystem auswählt und lädt. Bereich: Betriebssysteme
GSM Global System for Mobile Communications
Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G) für digitale Sprachtelefonie, SMS und einfache Datenübertragung. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
G Suite G Suite
Frühere Bezeichnung von Googles Paket aus Cloud-Bürodiensten wie Gmail, Docs und Drive, heute Google Workspace. Bereich: Cloud & Server Name, keine Abkürzung
GTM Google Tag Manager
Werkzeug, mit dem sich Tracking- und Marketing-Skripte auf Webseiten zentral einbinden und verwalten lassen. Bereich: Web
GUI Graphical User Interface
Grafische Benutzeroberfläche mit Fenstern, Symbolen und Menüs, die per Maus oder Touch bedient wird. Bereich: Softwareentwicklung
GUID Globally Unique Identifier
128-Bit-Kennung, die praktisch weltweit eindeutig ist und zur Identifikation von Objekten dient, etwa in Windows. Bereich: Softwareentwicklung
gzip GNU zip
Verbreitetes Kompressionsprogramm und -format, das z. B. Webserver zum Verkleinern übertragener Daten nutzen. Bereich: Daten & Datenbanken

H

H.264 Advanced Video Coding
Weit verbreiteter Videokompressionsstandard (MPEG-4 AVC), der etwa bei Streaming, Blu-ray und Videokonferenzen dient. Bereich: Multimedia
H.265 High Efficiency Video Coding
Nachfolger von H.264, der bei gleicher Bildqualität etwa halb so viele Daten benötigt, z. B. für 4K-Video. Bereich: Multimedia
HA High Availability
Auslegung von Systemen mit Redundanz und Ausfallsicherung, damit Dienste auch bei Störungen erreichbar bleiben. Bereich: Cloud & Server
HBA Host Bus Adapter
Steckkarte, die einen Server mit Speichernetzen oder Speichergeräten verbindet, etwa über Fibre Channel oder SAS. Bereich: Hardware
HCI Hyper-Converged Infrastructure
Rechenzentrumsaufbau, bei dem Rechenleistung, Speicher und Netzwerk in Standardservern vereint und per Software verwaltet werden. Bereich: Cloud & Server
HCL HashiCorp Configuration Language
Konfigurationssprache von HashiCorp, in der z. B. Terraform-Infrastruktur deklarativ beschrieben wird. Bereich: Cloud & Server
HDD Hard Disk Drive
Festplatte, die Daten magnetisch auf rotierenden Scheiben speichert – günstig pro Gigabyte, aber langsamer als eine SSD. Bereich: Hardware
HDMI High-Definition Multimedia Interface
Digitale Schnittstelle, die Bild und Ton gemeinsam über ein Kabel an Monitore, Fernseher oder Beamer überträgt. Bereich: Hardware
HEVC High Efficiency Video Coding
Videokompressionsstandard H.265, der hochauflösende Videos bei geringerer Datenrate als H.264 speichert. Bereich: Multimedia
HIDS Host-based Intrusion Detection System
Software auf einem einzelnen Rechner, die Logs, Dateien und Prozesse auf Anzeichen von Angriffen überwacht. Bereich: Sicherheit
HIPAA Health Insurance Portability and Accountability Act
US-Gesetz, das u. a. den Schutz und die Sicherheit von Gesundheitsdaten bei deren Verarbeitung vorschreibt. Bereich: IT-Management & Recht
HLS HTTP Live Streaming
Von Apple entwickeltes Streamingverfahren, das Videos in kleine Stücke teilt und per HTTP adaptiv ausliefert. Bereich: Multimedia
HMAC Hash-based Message Authentication Code
Verfahren, das mit einer Hashfunktion und einem geheimen Schlüssel Echtheit und Unverändertheit von Nachrichten sichert. Bereich: Sicherheit
HMI Human-Machine Interface
Bedienoberfläche, über die Menschen Maschinen oder Industrieanlagen steuern und überwachen, etwa ein Touchpanel. Bereich: Hardware
HPC High-Performance Computing
Einsatz von Rechenclustern und Supercomputern, um sehr rechenintensive Aufgaben parallel zu lösen. Bereich: Cloud & Server
HSM Hardware Security Module
Spezialgerät, das kryptografische Schlüssel manipulationssicher speichert und Verschlüsselungen darin ausführt. Bereich: Sicherheit
HSTS HTTP Strict Transport Security
Sicherheitsmechanismus, bei dem eine Website Browsern vorschreibt, sie künftig nur noch per HTTPS aufzurufen. Bereich: Web
HTA HTML Application
Windows-Programm aus HTML und Skripten, das außerhalb der Browser-Sicherheitsgrenzen mit vollen Rechten läuft. Bereich: Betriebssysteme
HTCPCP Hyper Text Coffee Pot Control Protocol
Scherzprotokoll aus einem Aprilscherz-RFC zur Steuerung von Kaffeemaschinen, bekannt für den Statuscode 418. Bereich: Web
HTML Hypertext Markup Language
Auszeichnungssprache, die Struktur und Inhalt von Webseiten beschreibt, etwa Überschriften, Absätze und Links. Bereich: Web
HTTP Hypertext Transfer Protocol
Protokoll, über das Browser und Webserver Webseiten, Bilder und andere Daten anfordern und übertragen. Bereich: Web
HTTP/2 Hypertext Transfer Protocol Version 2
Überarbeitete HTTP-Version, die mehrere Anfragen parallel über eine Verbindung bündelt und Header komprimiert. Bereich: Web
HTTP/3 Hypertext Transfer Protocol Version 3
Neueste HTTP-Version, die statt TCP das Protokoll QUIC über UDP nutzt und so Verbindungen schneller aufbaut. Bereich: Web
HTTPS Hypertext Transfer Protocol Secure
Per TLS verschlüsseltes HTTP, das Daten zwischen Browser und Server vor Mitlesen und Manipulation schützt. Bereich: Web
HUD Head-Up Display
Anzeige, die Informationen ins Sichtfeld einblendet, etwa in Spielen, Fahrzeugen oder Datenbrillen. Bereich: Multimedia
HVM Hardware Virtual Machine
Virtualisierungsart, bei der Gastsysteme mithilfe von CPU-Erweiterungen wie Intel VT-x unverändert laufen. Bereich: Cloud & Server

I

IaaS Infrastructure as a Service
Cloud-Modell, bei dem virtuelle Server, Speicher und Netzwerk gemietet und selbst verwaltet werden. Bereich: Cloud & Server
IaC Infrastructure as Code
Ansatz, Server und Netzwerke in versionierbaren Konfigurationsdateien zu beschreiben und automatisch einzurichten. Bereich: Cloud & Server
IANA Internet Assigned Numbers Authority
Organisation, die zentral IP-Adressbereiche, Portnummern und die Root-Zone des DNS verwaltet. Bereich: Netzwerk
IBAN International Bank Account Number
Internationale, standardisierte Kontonummer, die im Zahlungsverkehr, etwa bei SEPA-Überweisungen, verwendet wird. Bereich: IT-Management & Recht
iBGP Internal Border Gateway Protocol
BGP-Variante, mit der Router innerhalb desselben autonomen Systems Routing-Informationen austauschen. Bereich: Netzwerk
IBSS Independent Basic Service Set
WLAN-Betriebsart, in der Geräte ohne Access Point direkt miteinander verbunden sind (Ad-hoc-Modus). Bereich: Netzwerk
ICA Independent Computing Architecture
Protokoll von Citrix, das Bildschirminhalte entfernter Anwendungen oder Desktops zum Client überträgt. Bereich: Netzwerk
ICANN Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
Gemeinnützige Organisation, die die Vergabe von Domainnamen und Top-Level-Domains weltweit koordiniert. Bereich: Netzwerk
ICMP Internet Control Message Protocol
Protokoll für Status- und Fehlermeldungen im IP-Netz, das z. B. von ping und traceroute verwendet wird. Bereich: Netzwerk
ICS Industrial Control Systems
Sammelbegriff für Steuerungs- und Leitsysteme in Industrieanlagen, etwa SPS und SCADA, mit eigenen Sicherheitsrisiken. Bereich: Hardware
IDE Integrated Development Environment
Programm, das Editor, Compiler, Debugger und weitere Werkzeuge zum Programmieren in einer Oberfläche vereint. Bereich: Softwareentwicklung
IDEA International Data Encryption Algorithm
Symmetrisches Blockverschlüsselungsverfahren mit 128-Bit-Schlüssel, das z. B. in frühen PGP-Versionen genutzt wurde. Bereich: Sicherheit
IDN Internationalized Domain Name
Domainname mit Sonderzeichen wie Umlauten, der technisch per Punycode in ASCII umgewandelt wird. Bereich: Web
IdP Identity Provider
Dienst, der Benutzer zentral authentifiziert und deren Identität an andere Anwendungen bestätigt, etwa beim SSO. Bereich: Sicherheit
IDS Intrusion Detection System
System, das Netzwerkverkehr oder Rechner überwacht und bei verdächtigen Aktivitäten oder Angriffen Alarm schlägt. Bereich: Sicherheit
IEEE Institute of Electrical and Electronics Engineers
Berufsverband von Ingenieuren, der wichtige Standards wie IEEE 802.3 (Ethernet) und 802.11 (WLAN) herausgibt. Bereich: IT-Management & Recht
IETF Internet Engineering Task Force
Offene Organisation, die Internetstandards wie TCP/IP oder HTTP entwickelt und als RFCs veröffentlicht. Bereich: Netzwerk
IGMP Internet Group Management Protocol
Protokoll, mit dem Rechner in IPv4-Netzen Multicast-Gruppen beitreten oder sie verlassen, etwa für IPTV. Bereich: Netzwerk
IIS Internet Information Services
Webserver von Microsoft für Windows Server, der Websites und Webanwendungen wie ASP.NET ausliefert. Bereich: Web
IKE Internet Key Exchange
Protokoll, das bei IPsec-VPNs die Gegenstellen authentifiziert und die Schlüssel für die Verschlüsselung aushandelt. Bereich: Sicherheit
IMAP Internet Message Access Protocol
Protokoll zum Abrufen von E-Mails, bei dem die Nachrichten auf dem Server bleiben und mehrere Geräte synchron sind. Bereich: Netzwerk
IMEI International Mobile Equipment Identity
Weltweit eindeutige Seriennummer eines Mobilfunkgeräts, mit der es im Netz identifiziert werden kann. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
IMSI International Mobile Subscriber Identity
Weltweit eindeutige Teilnehmerkennung, die auf der SIM-Karte gespeichert ist und Mobilfunkkunden identifiziert. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
IOPS Input/Output Operations Per Second
Kennzahl für die Leistung von Speichersystemen, die angibt, wie viele Lese- und Schreibzugriffe pro Sekunde möglich sind. Bereich: Hardware
IoT Internet of Things
Vernetzung von Alltagsgegenständen und Maschinen wie Sensoren oder Haushaltsgeräten über das Internet. Bereich: Netzwerk
IP Internet Protocol
Grundlegendes Netzwerkprotokoll, das Datenpakete adressiert und über Netze hinweg zum Ziel weiterleitet. Bereich: Netzwerk
IPAM IP Address Management
Planung und Verwaltung der IP-Adressen und Subnetze eines Netzwerks, oft mit DHCP und DNS verknüpft. Bereich: Netzwerk
IPMI Intelligent Platform Management Interface
Standard zur Fernwartung von Servern über einen eigenen Controller, auch wenn das Betriebssystem nicht läuft. Bereich: Hardware
IPS Intrusion Prevention System
System, das Angriffe im Netzwerkverkehr nicht nur erkennt, sondern verdächtige Verbindungen aktiv blockiert. Bereich: Sicherheit
IPsec Internet Protocol Security
Protokollsammlung, die IP-Pakete verschlüsselt und authentifiziert, z. B. für VPN-Verbindungen zwischen Standorten. Bereich: Sicherheit
IPv6 Internet Protocol Version 6
Nachfolger von IPv4 mit 128-Bit-Adressen, der den Mangel an verfügbaren IP-Adressen behebt. Bereich: Netzwerk
IRQ Interrupt Request
Signal, mit dem ein Gerät den Prozessor auffordert, seine laufende Arbeit zu unterbrechen und es zu bedienen. Bereich: Hardware
ISAKMP Internet Security Association and Key Management Protocol
Rahmenprotokoll, das den Aufbau von Sicherheitsverbindungen und den Schlüsselaustausch, etwa bei IPsec, regelt. Bereich: Sicherheit
iSCSI Internet Small Computer System Interface
Protokoll, das SCSI-Speicherzugriffe über IP-Netze transportiert, um entfernte Speicher wie lokale Laufwerke einzubinden. Bereich: Cloud & Server
ISDN Integrated Services Digital Network
Älterer digitaler Telefonnetzstandard, der Sprache und Daten über die Telefonleitung übertrug; heute durch VoIP ersetzt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
ISMS Information Security Management System
Regeln und Prozesse, mit denen ein Unternehmen Informationssicherheit steuert, etwa nach ISO/IEC 27001. Bereich: Sicherheit
ISO International Organization for Standardization
Internationale Normungsorganisation, deren Normen wie ISO/IEC 27001 auch in der IT große Bedeutung haben. Bereich: IT-Management & Recht
ISP Internet Service Provider
Unternehmen, das Kunden den Zugang zum Internet bereitstellt, etwa über DSL, Glasfaser oder Kabel. Bereich: Netzwerk
ITIL IT Infrastructure Library
Sammlung bewährter Verfahren für das IT-Service-Management, etwa für Incident-, Change- und Problem-Management. Bereich: IT-Management & Recht
IVR Interactive Voice Response
Sprachdialogsystem in Telefonanlagen, das Anrufer per Tastenwahl oder Spracheingabe durch Menüs führt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
IX Internet Exchange
Knotenpunkt, an dem Internetanbieter und Netzbetreiber ihre Netze zum direkten Datenaustausch zusammenschalten. Bereich: Netzwerk

J

JAR Java Archive
ZIP-basiertes Dateiformat, das kompilierte Java-Klassen und Ressourcen zu einer ausführbaren Einheit bündelt. Bereich: Softwareentwicklung
JAX-RS Jakarta RESTful Web Services
Java-Schnittstelle zum Erstellen von REST-Webdiensten per Annotationen, früher „Java API for RESTful Web Services“. Bereich: Softwareentwicklung
JCE Java Cryptography Extension
Erweiterung der Java-Plattform, die Schnittstellen für Verschlüsselung, Schlüsselerzeugung und MACs bereitstellt. Bereich: Sicherheit
JCL Job Control Language
Skriptsprache auf IBM-Großrechnern, mit der Stapelverarbeitungsaufträge und deren Ressourcen beschrieben werden. Bereich: Betriebssysteme
JDBC Java Database Connectivity
Java-Schnittstelle, über die Programme einheitlich auf verschiedene relationale Datenbanken zugreifen. Bereich: Daten & Datenbanken
JDK Java Development Kit
Entwicklungspaket für Java mit Compiler, Laufzeitumgebung und Werkzeugen zum Erstellen von Java-Programmen. Bereich: Softwareentwicklung
JIT Just-in-Time
Kompilierung von Programmcode erst während der Ausführung, um ihn zur Laufzeit gezielt zu optimieren, etwa in der JVM. Bereich: Softwareentwicklung
JMX Java Management Extensions
Java-Technik zum Überwachen und Verwalten laufender Anwendungen, z. B. zum Auslesen von Speicher- und Thread-Werten. Bereich: Softwareentwicklung
JNA Java Native Access
Bibliothek, mit der Java-Programme Funktionen nativer Bibliotheken aufrufen können, ohne eigenen C-Code zu schreiben. Bereich: Softwareentwicklung
JNI Java Native Interface
Schnittstelle, über die Java-Code mit nativem Code in Sprachen wie C oder C++ zusammenarbeiten kann. Bereich: Softwareentwicklung
JPA Java Persistence API
Java-Standard für objektrelationales Mapping, der Java-Objekte in relationalen Datenbanken speichert und lädt. Bereich: Daten & Datenbanken
JPEG Joint Photographic Experts Group
Verbreitetes verlustbehaftetes Bildformat für Fotos, benannt nach dem Gremium, das den Standard entwickelt hat. Bereich: Multimedia
JRE Java Runtime Environment
Laufzeitumgebung, die zum Ausführen von Java-Programmen nötig ist, bestehend aus JVM und Standardbibliotheken. Bereich: Softwareentwicklung
JSF JavaServer Faces
Java-Framework zum Bau komponentenbasierter Weboberflächen auf dem Server, heute als Jakarta Faces weitergeführt. Bereich: Web
JSON JavaScript Object Notation
Schlankes Textformat zum Austausch strukturierter Daten aus Schlüssel-Wert-Paaren und Listen, z. B. bei Web-APIs. Bereich: Daten & Datenbanken
JSP JavaServer Pages
Java-Technik, die HTML-Seiten mit eingebettetem Java-Code auf dem Server dynamisch erzeugt. Bereich: Web
JTA Java Transaction API
Java-Schnittstelle zur Steuerung von Transaktionen, die sich auch über mehrere Datenbanken erstrecken können. Bereich: Daten & Datenbanken
JVM Java Virtual Machine
Laufzeitumgebung, die Java-Bytecode ausführt und Java-Programme so plattformunabhängig macht. Bereich: Softwareentwicklung
JWT JSON Web Token
Signiertes Token im JSON-Format, das Angaben wie die Benutzeridentität sicher zwischen Systemen überträgt. Bereich: Sicherheit

K

K8s Kubernetes
Numeronym für Kubernetes, eine Plattform zur automatischen Verteilung, Skalierung und Verwaltung von Containern. Bereich: Cloud & Server
Kafka Apache Kafka
Verteilte Plattform für Event-Streaming, die große Mengen von Nachrichten zuverlässig speichert und weiterleitet. Bereich: Daten & Datenbanken Name, keine Abkürzung
KB Kilobyte
Maßeinheit für Datenmengen von 1000 Byte; die binäre Einheit mit 1024 Byte heißt korrekt Kibibyte (KiB). Bereich: Hardware
KDC Key Distribution Center
Zentraler Dienst bei Kerberos, der Benutzer authentifiziert und Tickets für den Zugriff auf Dienste ausstellt. Bereich: Sicherheit
KDE K Desktop Environment
Freie Desktop-Umgebung für Linux und andere Unix-Systeme, heute als KDE Plasma bekannt. Bereich: Betriebssysteme
KDF Key Derivation Function
Funktion, die aus einem Passwort oder Geheimnis einen kryptografischen Schlüssel ableitet, etwa PBKDF2 oder Argon2. Bereich: Sicherheit
KEX Key Exchange
Verfahren, mit dem zwei Parteien über einen unsicheren Kanal einen gemeinsamen geheimen Schlüssel vereinbaren. Bereich: Sicherheit
KMS Key Management Service
Dienst zur zentralen Erzeugung, Speicherung und Verwaltung kryptografischer Schlüssel, oft als Cloud-Angebot. Bereich: Sicherheit
k-NN k-Nearest Neighbors
Einfaches Verfahren des maschinellen Lernens, das einen Datenpunkt anhand seiner k ähnlichsten Nachbarn einordnet. Bereich: KI & Datenanalyse
kOps Kubernetes Operations
Kommandozeilenwerkzeug, das Kubernetes-Cluster in Cloud-Umgebungen wie AWS erstellt, aktualisiert und verwaltet. Bereich: Cloud & Server
KPI Key Performance Indicator
Kennzahl, mit der der Erfolg oder die Leistung eines Prozesses, Projekts oder Dienstes gemessen wird. Bereich: IT-Management & Recht
kpt kpt (gesprochen „kept") – keine offizielle Ausschreibung
Werkzeug von Google, um Kubernetes-Konfigurationen als Pakete zu verwalten, anzupassen und anzuwenden. Bereich: Cloud & Server Name, keine Abkürzung
KRACK Key Reinstallation Attack
2017 entdeckte Angriffsmethode auf WPA2-WLANs, die den Vier-Wege-Handshake ausnutzt, um Verkehr zu entschlüsseln. Bereich: Sicherheit
KSM Kernel Samepage Merging
Linux-Kernel-Funktion, die identische Speicherseiten zusammenlegt und so RAM bei vielen virtuellen Maschinen spart. Bereich: Betriebssysteme
KVM Kernel-based Virtual Machine
Im Linux-Kernel integrierte Virtualisierungslösung, mit der ein Linux-System als Hypervisor arbeitet. Bereich: Cloud & Server

L

L2TP Layer 2 Tunneling Protocol
Tunnelprotokoll für VPNs, das selbst nicht verschlüsselt und deshalb meist zusammen mit IPsec eingesetzt wird. Bereich: Netzwerk
LACP Link Aggregation Control Protocol
Protokoll, das mehrere Netzwerkverbindungen zu einer logischen Leitung bündelt, für mehr Bandbreite und Ausfallsicherheit. Bereich: Netzwerk
LAMP Linux, Apache, MySQL, PHP
Verbreitete Software-Kombination für Webserver aus Betriebssystem, Webserver, Datenbank und Skriptsprache. Bereich: Web
LAN Local Area Network
Lokales Netzwerk, das Rechner und Geräte innerhalb eines Gebäudes oder Grundstücks miteinander verbindet. Bereich: Netzwerk
LB Load Balancer
Komponente, die eingehende Anfragen auf mehrere Server verteilt, um Last auszugleichen und Ausfälle abzufangen. Bereich: Cloud & Server
LCM Lifecycle Management
Planung und Steuerung von IT-Komponenten über ihren gesamten Lebenszyklus, von der Beschaffung bis zur Ausmusterung. Bereich: IT-Management & Recht
LDAP Lightweight Directory Access Protocol
Protokoll zum Abfragen und Ändern von Verzeichnisdiensten, etwa für Benutzerkonten im Active Directory. Bereich: Netzwerk
LDAPS Lightweight Directory Access Protocol Secure
Per TLS verschlüsselte Variante von LDAP, die Anmeldedaten und Verzeichnisabfragen vor Mitlesen schützt. Bereich: Sicherheit
LED Light-Emitting Diode
Halbleiterbauteil, das bei Stromfluss Licht abgibt, z. B. als Statusanzeige an Geräten oder in Displays. Bereich: Hardware
Less Leaner Style Sheets
CSS-Präprozessor, der CSS um Variablen, Verschachtelung und Funktionen erweitert und daraus normales CSS erzeugt. Bereich: Web
LF Line Feed
Steuerzeichen für den Zeilenumbruch, das unter Linux und macOS das Zeilenende markiert (Windows: CR+LF). Bereich: Betriebssysteme
LIFO Last In, First Out
Prinzip, bei dem das zuletzt abgelegte Element zuerst entnommen wird, wie bei einem Stapel (Stack). Bereich: Softwareentwicklung
LKM Loadable Kernel Module
Modul, das zur Laufzeit in den Kernel geladen wird, etwa ein Gerätetreiber, ohne das System neu zu starten. Bereich: Betriebssysteme
LLDP Link Layer Discovery Protocol
Herstellerneutrales Protokoll, mit dem Netzwerkgeräte Informationen über sich an direkte Nachbarn melden. Bereich: Netzwerk
LLM Large Language Model
Großes, mit riesigen Textmengen trainiertes KI-Modell, das Sprache versteht und erzeugt, etwa für Chatbots. Bereich: KI & Datenanalyse
LMS Learning Management System
Software zur Bereitstellung und Verwaltung von Online-Lerninhalten und Kursen, etwa Moodle. Bereich: Web
LNB Low-Noise Block Downconverter
Empfangsteil an der Satellitenschüssel, das Signale verstärkt und auf eine niedrigere Frequenz umsetzt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
LOC Lines of Code
Anzahl der Codezeilen eines Programms, eine einfache Kennzahl für Größe und Umfang von Software. Bereich: Softwareentwicklung
LPAR Logical Partition
Logisch abgetrennter Teil eines Großrechners oder Servers, auf dem ein eigenes Betriebssystem unabhängig läuft. Bereich: Cloud & Server
LPI Linux Professional Institute
Gemeinnützige Organisation, die herstellerneutrale Linux-Zertifizierungen wie LPIC anbietet. Bereich: Betriebssysteme
LSB Least Significant Bit
Bit mit dem geringsten Stellenwert in einer Binärzahl, meist ganz rechts geschrieben. Bereich: Hardware
LTE Long Term Evolution
Mobilfunkstandard der vierten Generation (4G), der schnelles mobiles Internet ermöglicht. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
LTS Long-Term Support
Softwareversion, die über einen längeren Zeitraum mit Sicherheits- und Fehlerkorrekturen versorgt wird. Bereich: Softwareentwicklung
LVM Logical Volume Manager
Linux-Werkzeug, das Speicher flexibel in logische Volumes aufteilt, die sich vergrößern und verkleinern lassen. Bereich: Betriebssysteme
LXC Linux Containers
Technik, um mehrere isolierte Linux-Systeme auf einem Kernel zu betreiben, ohne vollständige virtuelle Maschinen. Bereich: Cloud & Server
LXCFS Linux Container File System
FUSE-Dateisystem, das Containern eigene Sichten auf /proc und Ressourcen wie CPU und RAM bereitstellt. Bereich: Cloud & Server
LXD Linux Container Daemon
Verwaltungsdienst für Systemcontainer und virtuelle Maschinen auf Basis von LXC, entwickelt von Canonical. Bereich: Cloud & Server

M

MAAS Metal as a Service
Werkzeug von Canonical, das physische Server automatisch erkennt, installiert und wie Cloud-Ressourcen bereitstellt. Bereich: Cloud & Server
MAC Media Access Control
Teil der Sicherungsschicht, der den Zugriff auf das Übertragungsmedium regelt; bekannt durch die MAC-Adresse. Bereich: Netzwerk
MAM Mobile Application Management
Verwaltung und Absicherung einzelner Apps auf Mobilgeräten, etwa um Firmendaten von privaten zu trennen. Bereich: Sicherheit
MAN Metropolitan Area Network
Netzwerk, das mehrere Standorte innerhalb einer Stadt oder Region miteinander verbindet. Bereich: Netzwerk
MAP Message Access Profile
Bluetooth-Profil, mit dem z. B. ein Autoradio Nachrichten wie SMS von einem verbundenen Smartphone abruft. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
MBaaS Mobile Backend as a Service
Cloud-Dienst, der Apps fertige Backend-Funktionen wie Datenhaltung, Benutzerverwaltung und Push bereitstellt. Bereich: Cloud & Server
MBR Master Boot Record
Erster Sektor eines Datenträgers mit Partitionstabelle und Bootloader, Vorgänger von GPT. Bereich: Betriebssysteme
MD5 Message Digest 5
Hashfunktion mit 128-Bit-Prüfsumme, die heute als unsicher gilt und nur noch für einfache Prüfsummen taugt. Bereich: Sicherheit
MDC Mobile Data Collection
Erfassung von Daten mit mobilen Geräten vor Ort, etwa mit Formular-Apps für Umfragen oder Inventuren. Bereich: Daten & Datenbanken
MDM Mobile Device Management
Zentrale Verwaltung und Absicherung von Smartphones, Tablets und Laptops in Unternehmen. Bereich: Sicherheit
MEC Multi-access Edge Computing
Ansatz, Rechenleistung nah an Mobilfunkstationen bereitzustellen, um Latenzen für Anwendungen zu verringern. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
MES Manufacturing Execution System
Software, die Produktionsabläufe in Fabriken in Echtzeit steuert, überwacht und dokumentiert. Bereich: IT-Management & Recht
MFA Multi-Factor Authentication
Anmeldeverfahren, das mindestens zwei unabhängige Faktoren verlangt, etwa Passwort und Einmalcode. Bereich: Sicherheit
MFT Managed File Transfer
Lösung für sichere, nachvollziehbare und automatisierte Dateiübertragungen zwischen Systemen und Partnern. Bereich: Daten & Datenbanken
MIB Management Information Base
Datenbankstruktur, die beschreibt, welche Werte ein Netzwerkgerät per SNMP abfragbar bereitstellt. Bereich: Netzwerk
MIDI Musical Instrument Digital Interface
Standard, über den elektronische Musikinstrumente und Computer Noten- und Steuerdaten austauschen. Bereich: Multimedia
MIME Multipurpose Internet Mail Extensions
Standard, der Datentypen kennzeichnet und z. B. Anhänge und Sonderzeichen in E-Mails ermöglicht. Bereich: Web
MIMO Multiple Input Multiple Output
Funktechnik mit mehreren Sende- und Empfangsantennen, die Datenrate und Stabilität bei WLAN und Mobilfunk erhöht. Bereich: Netzwerk
MITM Man-in-the-Middle
Angriff, bei dem sich ein Dritter unbemerkt in eine Verbindung einklinkt, um Daten mitzulesen oder zu verändern. Bereich: Sicherheit
ML Machine Learning
Teilgebiet der KI, bei dem Systeme aus Daten Muster lernen, statt fest programmierte Regeln zu befolgen. Bereich: KI & Datenanalyse
MLOps Machine Learning Operations
Praktiken, um Modelle des maschinellen Lernens zuverlässig zu trainieren, bereitzustellen und zu überwachen. Bereich: KI & Datenanalyse
MMC Microsoft Management Console
Windows-Verwaltungsoberfläche, in die Snap-ins wie Geräte-Manager oder Dienste eingebunden werden. Bereich: Betriebssysteme
MMU Memory Management Unit
Hardwarebaustein im Prozessor, der virtuelle Speicheradressen in physische umrechnet und Zugriffe schützt. Bereich: Hardware
MOTD Message of the Day
Begrüßungstext, den ein System, etwa ein Linux-Server, nach der Anmeldung anzeigt. Bereich: Betriebssysteme
MP3 MPEG-1 Audio Layer III
Verlustbehaftetes Audioformat, das Musik durch Weglassen kaum hörbarer Anteile stark komprimiert. Bereich: Multimedia
MPEG Moving Picture Experts Group
Gremium, das Standards zur Kompression von Audio und Video entwickelt, etwa MPEG-2 und MPEG-4. Bereich: Multimedia
MPLS Multiprotocol Label Switching
Verfahren in Provider-Netzen, das Pakete anhand kurzer Labels statt IP-Adressen schnell weiterleitet. Bereich: Netzwerk
MPS Managed Print Services
Dienstleistung, bei der ein Anbieter Drucker, Verbrauchsmaterial und Wartung eines Unternehmens verwaltet. Bereich: IT-Management & Recht
MQTT MQ Telemetry Transport
Schlankes Publish-Subscribe-Protokoll für Nachrichten zwischen Geräten, besonders im Internet der Dinge. Bereich: Netzwerk
MSA Microservices Architecture
Architekturstil, bei dem eine Anwendung aus vielen kleinen, unabhängig bereitstellbaren Diensten besteht. Bereich: Softwareentwicklung
MSB Most Significant Bit
Bit mit dem höchsten Stellenwert in einer Binärzahl, meist ganz links geschrieben. Bereich: Hardware
MSI Microsoft Installer
Installationspaketformat von Windows (heute Windows Installer) zum Installieren, Reparieren und Entfernen von Software. Bereich: Betriebssysteme
MTU Maximum Transmission Unit
Größte Paketgröße in Byte, die über eine Netzwerkverbindung am Stück übertragen werden kann, bei Ethernet 1500. Bereich: Netzwerk
MUA Mail User Agent
E-Mail-Programm, mit dem Benutzer Nachrichten lesen und schreiben, etwa Thunderbird oder Outlook. Bereich: Netzwerk
MVC Model-View-Controller
Architekturmuster, das Anwendungen in Datenmodell, Darstellung und Steuerung aufteilt. Bereich: Softwareentwicklung
MWI Message Waiting Indicator
Anzeige an Telefonen, etwa eine Lampe, die auf neue Nachrichten auf der Sprachbox hinweist. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation

N

NAC Network Access Control
Verfahren, das Geräte vor dem Zugang zum Netzwerk prüft und nur zulässige, sichere Geräte hineinlässt. Bereich: Sicherheit
NAS Network Attached Storage
Speichergerät im Netzwerk, das Dateien zentral für mehrere Rechner bereitstellt, etwa per SMB oder NFS. Bereich: Hardware
NAT Network Address Translation
Verfahren, das IP-Adressen beim Weiterleiten umschreibt, z. B. damit viele Geräte eine öffentliche Adresse teilen. Bereich: Netzwerk
NAT64 Network Address Translation IPv6 to IPv4
Übersetzungsverfahren, das reinen IPv6-Geräten den Zugriff auf Dienste ermöglicht, die nur per IPv4 erreichbar sind. Bereich: Netzwerk
NB-IoT Narrowband Internet of Things
Mobilfunkstandard für IoT-Geräte, der wenig Daten mit sehr geringem Energiebedarf und hoher Reichweite überträgt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
NDA Non-Disclosure Agreement
Vertraglich vereinbarte Geheimhaltung, mit der sich Parteien zur Vertraulichkeit gemeinsamer Informationen verpflichten. Bereich: IT-Management & Recht
NDP Neighbor Discovery Protocol
IPv6-Protokoll, mit dem Geräte Nachbarn, Router und deren Adressen im lokalen Netz finden, ähnlich wie ARP bei IPv4. Bereich: Netzwerk
NETCONF Network Configuration Protocol
Protokoll zum automatisierten Auslesen und Ändern der Konfiguration von Netzwerkgeräten, meist mit YANG-Modellen. Bereich: Netzwerk
NFC Near Field Communication
Funktechnik für den Datenaustausch über wenige Zentimeter, etwa beim kontaktlosen Bezahlen mit dem Smartphone. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
NFS Network File System
Protokoll, mit dem Rechner Verzeichnisse über das Netzwerk freigeben und wie lokale Ordner einbinden. Bereich: Netzwerk
NFV Network Functions Virtualization
Ansatz, Netzwerkfunktionen wie Firewalls oder Router als Software auf Standardservern statt auf Spezialgeräten zu betreiben. Bereich: Netzwerk
NGFW Next-Generation Firewall
Firewall, die neben Ports und Adressen auch Anwendungen erkennt und Funktionen wie Intrusion Prevention enthält. Bereich: Sicherheit
nginx Engine X
Verbreiteter Webserver und Reverse Proxy, bekannt für hohe Leistung bei vielen gleichzeitigen Verbindungen. Bereich: Web Name, keine Abkürzung
NIC Network Interface Card
Netzwerkkarte bzw. -schnittstelle, über die ein Rechner mit einem Netzwerk verbunden wird. Bereich: Hardware
NIDS Network Intrusion Detection System
System, das den Netzwerkverkehr an zentralen Punkten mitliest und auf Angriffsmuster untersucht. Bereich: Sicherheit
NLA Network Level Authentication
Sicherheitsfunktion bei RDP, die Benutzer vor dem Aufbau der Remote-Desktop-Sitzung authentifiziert. Bereich: Sicherheit
NLP Natural Language Processing
Teilgebiet der KI, das Computern ermöglicht, menschliche Sprache zu analysieren, zu verstehen und zu erzeugen. Bereich: KI & Datenanalyse
nmcli NetworkManager Command Line Interface
Kommandozeilenwerkzeug, mit dem unter Linux Netzwerkverbindungen des NetworkManagers verwaltet werden. Bereich: Betriebssysteme
NOC Network Operations Center
Zentrale Leitstelle, von der aus Netzwerke und IT-Dienste rund um die Uhr überwacht und betreut werden. Bereich: Netzwerk
NoSQL Not only SQL
Sammelbegriff für Datenbanken, die Daten nicht in festen Tabellen speichern, etwa Dokument- oder Key-Value-Speicher. Bereich: Daten & Datenbanken
NSX Network Virtualization Platform
Plattform von VMware, die Netzwerke und Firewalls in virtualisierten Rechenzentren per Software abbildet. Bereich: Cloud & Server Name, keine Abkürzung
NTFS New Technology File System
Standard-Dateisystem von Windows mit Rechteverwaltung, Journaling und Unterstützung großer Dateien. Bereich: Betriebssysteme
NTP Network Time Protocol
Protokoll, mit dem Rechner ihre Uhrzeit über das Netzwerk mit genauen Zeitservern abgleichen. Bereich: Netzwerk
NUMA Non-Uniform Memory Access
Speicherarchitektur in Mehrprozessorsystemen, bei der jeder Prozessor schneller auf seinen eigenen Speicher zugreift. Bereich: Hardware
NVMe Non-Volatile Memory Express
Schnittstelle, über die SSDs direkt per PCIe angebunden werden und dadurch deutlich schneller als per SATA sind. Bereich: Hardware

O

OAuth Open Authorization
Standard, mit dem Anwendungen begrenzten Zugriff auf Benutzerdaten erhalten, ohne dass das Passwort weitergegeben wird. Bereich: Sicherheit
OCR Optical Character Recognition
Verfahren, das Text in gescannten Dokumenten oder Fotos erkennt und in bearbeitbare, durchsuchbare Zeichen umwandelt. Bereich: KI & Datenanalyse
OCSP Online Certificate Status Protocol
Protokoll, mit dem ein Client in Echtzeit bei der Zertifizierungsstelle abfragt, ob ein X.509-Zertifikat widerrufen wurde. Bereich: Sicherheit
ODBC Open Database Connectivity
Standardisierte Programmierschnittstelle, über die Anwendungen unabhängig vom Hersteller auf verschiedene Datenbanken zugreifen. Bereich: Daten & Datenbanken
OID Object Identifier
Weltweit eindeutige, hierarchisch aufgebaute Zahlenkennung für Objekte, etwa in SNMP-MIBs oder in X.509-Zertifikaten. Bereich: Netzwerk
OLAP Online Analytical Processing
Verfahren zur schnellen, mehrdimensionalen Auswertung großer Datenbestände, etwa für Berichte und Business Intelligence. Bereich: Daten & Datenbanken
ONVIF Open Network Video Interface Forum
Industrieforum und gleichnamiger Standard, der die Zusammenarbeit von IP-Kameras und Videosystemen verschiedener Hersteller regelt. Bereich: Multimedia
OOM Out of Memory
Zustand, in dem kein Arbeitsspeicher mehr frei ist; unter Linux beendet dann der OOM-Killer gezielt Prozesse. Bereich: Betriebssysteme
OOP Object-Oriented Programming
Programmierparadigma, das Software aus Objekten mit Daten und Methoden aufbaut und Konzepte wie Vererbung und Kapselung nutzt. Bereich: Softwareentwicklung
OPC Open Platform Communications
Standardfamilie für den herstellerunabhängigen Datenaustausch in der Industrieautomation, heute vor allem als OPC UA. Bereich: Netzwerk
OPNsense OPNsense
Quelloffene Firewall- und Routing-Distribution auf FreeBSD-Basis, die über eine Weboberfläche verwaltet wird. Bereich: Sicherheit Name, keine Abkürzung
ORM Object-Relational Mapping
Technik, die Datenbanktabellen auf Objekte einer Programmiersprache abbildet, sodass Code ohne handgeschriebenes SQL auskommt. Bereich: Daten & Datenbanken
OS Operating System
Grundlegende Software, die Hardware verwaltet, Prozesse steuert und Anwendungen eine einheitliche Arbeitsumgebung bietet. Bereich: Betriebssysteme
OSI Open Systems Interconnection
Referenzmodell der ISO, das Netzwerkkommunikation in sieben Schichten gliedert, von der Bitübertragung bis zur Anwendung. Bereich: Netzwerk
OSPF Open Shortest Path First
Link-State-Routingprotokoll für größere Netze, das mit dem Dijkstra-Algorithmus die kürzesten Wege zwischen Routern berechnet. Bereich: Netzwerk
OTP One-Time Password
Passwort, das nur für eine einzige Anmeldung oder Transaktion gültig ist und so Wiederholungsangriffe verhindert. Bereich: Sicherheit
OVF Open Virtualization Format
Offenes Paketformat, um virtuelle Maschinen samt Konfiguration zwischen verschiedenen Hypervisoren auszutauschen. Bereich: Cloud & Server
OWASP Open Worldwide Application Security Project
Gemeinnützige Organisation, die Leitfäden zur Sicherheit von Webanwendungen veröffentlicht, etwa die bekannte OWASP Top 10. Bereich: Sicherheit

P

P2P Peer-to-Peer
Netzwerkmodell, in dem gleichberechtigte Rechner direkt Daten austauschen, ohne dass ein zentraler Server nötig ist. Bereich: Netzwerk
PaaS Platform as a Service
Cloud-Modell, bei dem der Anbieter Laufzeitumgebung und Infrastruktur stellt und Kunden nur ihre Anwendungen betreiben. Bereich: Cloud & Server
PAM Pluggable Authentication Modules
Modulares Framework unter Linux und Unix, über das Programme Anmeldeverfahren einheitlich und austauschbar einbinden. Bereich: Sicherheit
PAN Personal Area Network
Netzwerk mit sehr kurzer Reichweite, das Geräte einer Person verbindet, etwa Smartphone, Kopfhörer und Smartwatch. Bereich: Netzwerk
PAP Password Authentication Protocol
Einfaches Anmeldeverfahren für PPP-Verbindungen, das Benutzername und Passwort unverschlüsselt überträgt. Bereich: Sicherheit
PAT Port Address Translation
Form von NAT, bei der viele interne Geräte eine öffentliche IP-Adresse teilen und anhand der Portnummern unterschieden werden. Bereich: Netzwerk
PBKDF Password-Based Key Derivation Function
Funktion, die aus einem Passwort durch viele Rechenrunden und ein Salt einen Schlüssel ableitet, um Brute-Force zu bremsen. Bereich: Sicherheit
PBX Private Branch Exchange
Telefonanlage eines Unternehmens, die interne Gespräche vermittelt und Nebenstellen mit dem öffentlichen Netz verbindet. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
PCI Peripheral Component Interconnect
Älterer paralleler Bus-Standard, über den Erweiterungskarten wie Netzwerk- oder Soundkarten mit dem Mainboard verbunden werden. Bereich: Hardware
PCIe Peripheral Component Interconnect Express
Serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle für Grafikkarten, NVMe-SSDs und andere Erweiterungskarten im Rechner. Bereich: Hardware
PDF Portable Document Format
Von Adobe entwickeltes Dateiformat, das Dokumente unabhängig von Programm und Betriebssystem originalgetreu darstellt. Bereich: Multimedia
PDU Power Distribution Unit
Steckdosenleiste für Serverschränke, die Geräte mit Strom versorgt und je nach Modell Verbrauch misst oder Ports fernschaltet. Bereich: Hardware
PFS Perfect Forward Secrecy
Eigenschaft eines Schlüsselaustauschs, durch die abgehörte Sitzungen auch bei späterem Verlust des Langzeitschlüssels geschützt bleiben. Bereich: Sicherheit
PGP Pretty Good Privacy
Verfahren zur Verschlüsselung und Signatur von E-Mails und Dateien mit öffentlichen und privaten Schlüsseln. Bereich: Sicherheit
PHP PHP: Hypertext Preprocessor
Weit verbreitete serverseitige Skriptsprache, mit der dynamische Webseiten und Webanwendungen erzeugt werden. Bereich: Web
PHY Physical Layer
Bauteil bzw. Schicht, die digitale Daten in elektrische, optische oder Funksignale für das Übertragungsmedium umsetzt. Bereich: Netzwerk
PIM Protocol Independent Multicast
Familie von Routingprotokollen, die Multicast-Datenströme effizient zu allen interessierten Empfängern im Netz verteilt. Bereich: Netzwerk
PKI Public Key Infrastructure
System aus Zertifizierungsstellen, Zertifikaten und Regeln, das öffentliche Schlüssel vertrauenswürdig an Identitäten bindet. Bereich: Sicherheit
PLC Programmable Logic Controller
Speicherprogrammierbare Steuerung (SPS), die in der Industrie Maschinen und Anlagen anhand von Sensordaten steuert. Bereich: Hardware
PM2 Process Manager 2
Prozessmanager für Node.js-Anwendungen, der Dienste im Hintergrund hält, bei Abstürzen neu startet und Logs sammelt. Bereich: Softwareentwicklung Name, keine Abkürzung
PNG Portable Network Graphics
Rastergrafikformat mit verlustfreier Kompression und Transparenz, das häufig für Screenshots, Logos und Webgrafiken dient. Bereich: Multimedia
PoE Power over Ethernet
Verfahren, das Geräte wie Access Points, IP-Kameras oder Telefone über das Netzwerkkabel gleichzeitig mit Strom versorgt. Bereich: Netzwerk
POP3 Post Office Protocol Version 3
Protokoll, mit dem ein E-Mail-Programm Nachrichten vom Mailserver abholt und sie meist lokal speichert. Bereich: Netzwerk
POSIX Portable Operating System Interface
IEEE-Standardfamilie für eine einheitliche Unix-ähnliche Programmierschnittstelle, damit Software portabel bleibt. Bereich: Betriebssysteme
PPP Point-to-Point Protocol
Protokoll für direkte Verbindungen zwischen zwei Knoten, etwa bei Einwahl- oder DSL-Zugängen über PPPoE. Bereich: Netzwerk
PPTP Point-to-Point Tunneling Protocol
Veraltetes VPN-Protokoll von Microsoft, das als unsicher gilt und durch moderne Verfahren ersetzt werden sollte. Bereich: Netzwerk
PROM Programmable Read-Only Memory
Festwertspeicher, der nach der Herstellung genau einmal beschrieben werden kann und danach nur noch gelesen wird. Bereich: Hardware
Proxy Proxy Server
Vermittelnder Server, der Anfragen stellvertretend weiterleitet, etwa zum Filtern, Zwischenspeichern oder Anonymisieren. Bereich: Netzwerk Name, keine Abkürzung
PWA Progressive Web App
Webanwendung, die sich installieren lässt, offline funktioniert und sich auf dem Gerät ähnlich wie eine native App verhält. Bereich: Web
PXE Preboot Execution Environment
Standard, mit dem ein Rechner ohne lokales Betriebssystem über das Netzwerk per DHCP und TFTP booten kann. Bereich: Netzwerk

Q

QA Quality Assurance
Qualitätssicherung: alle Maßnahmen und Tests, die sicherstellen, dass Software die geforderten Anforderungen erfüllt. Bereich: Softwareentwicklung
QAM Quadrature Amplitude Modulation
Modulationsverfahren, das Amplitude und Phase kombiniert, um pro Symbol mehrere Bits zu übertragen, etwa bei DSL, WLAN und Kabel. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
QEMU Quick Emulator
Quelloffener Emulator und Virtualisierer, der zusammen mit KVM unter Linux virtuelle Maschinen ausführt. Bereich: Cloud & Server
QKD Quantum Key Distribution
Verfahren, das Schlüssel mithilfe quantenphysikalischer Effekte austauscht, sodass Abhörversuche nachweisbar werden. Bereich: Sicherheit
QNX Quick Unix
Echtzeitbetriebssystem mit Mikrokernel, das vor allem in Fahrzeugen, Medizintechnik und Industrieanlagen eingesetzt wird. Bereich: Betriebssysteme
QoE Quality of Experience
Maß dafür, wie gut ein Dienst wie Video oder Telefonie aus Sicht der Nutzenden tatsächlich wahrgenommen wird. Bereich: Netzwerk
QoS Quality of Service
Verfahren, die bestimmten Datenverkehr wie Sprache oder Video bevorzugen, um Bandbreite, Verzögerung und Verluste zu steuern. Bereich: Netzwerk
QR Quick Response
Zweidimensionaler Matrixcode, der Daten wie URLs speichert und sich mit der Smartphone-Kamera schnell auslesen lässt. Bereich: Multimedia

R

RADIUS Remote Authentication Dial-In User Service
Protokoll für zentrale Anmeldung, Berechtigung und Abrechnung von Netzzugängen, etwa bei WLAN mit 802.1X oder VPN. Bereich: Sicherheit
RAID Redundant Array of Independent Disks
Verbund mehrerer Festplatten, der je nach Level Ausfallsicherheit, mehr Leistung oder beides bietet. Bereich: Hardware
RAM Random Access Memory
Flüchtiger Arbeitsspeicher, in dem laufende Programme und ihre Daten für den schnellen Zugriff der CPU liegen. Bereich: Hardware
RASP Runtime Application Self-Protection
Sicherheitstechnik, die direkt in einer laufenden Anwendung Angriffe erkennt und blockiert, etwa Injection-Versuche. Bereich: Sicherheit
RBAC Role-Based Access Control
Zugriffsmodell, bei dem Rechte an Rollen vergeben werden und Benutzer ihre Berechtigungen über zugewiesene Rollen erhalten. Bereich: Sicherheit
RCS Revision Control System
Frühes Versionsverwaltungssystem, das Änderungen an einzelnen Dateien protokolliert; heute weitgehend durch Git abgelöst. Bereich: Softwareentwicklung
RDBMS Relational Database Management System
Datenbanksystem, das Daten in Tabellen mit Beziehungen speichert und per SQL abfragt, etwa MariaDB oder PostgreSQL. Bereich: Daten & Datenbanken
RDP Remote Desktop Protocol
Protokoll von Microsoft, mit dem man die grafische Oberfläche eines entfernten Windows-Rechners über das Netz bedient. Bereich: Netzwerk
REST Representational State Transfer
Architekturstil für Web-APIs, bei dem Ressourcen über URLs angesprochen und mit HTTP-Methoden wie GET oder POST bearbeitet werden. Bereich: Web
RFC Request for Comments
Nummerierte Dokumentenreihe der IETF, in der Internetstandards wie TCP, HTTP oder SMTP verbindlich beschrieben werden. Bereich: Netzwerk
RFID Radio-Frequency Identification
Technik zur berührungslosen Identifikation von Objekten über Funk, etwa bei Zutrittskarten, Etiketten oder Warensicherung. Bereich: Hardware
RHEL Red Hat Enterprise Linux
Kommerzielle Linux-Distribution von Red Hat mit Langzeitsupport, die häufig auf Unternehmensservern eingesetzt wird. Bereich: Betriebssysteme
RIP Routing Information Protocol
Einfaches Distanzvektor-Routingprotokoll, das Wege nach der Anzahl der Hops wählt und auf 15 Hops begrenzt ist. Bereich: Netzwerk
ROM Read-Only Memory
Festwertspeicher, dessen Inhalt im Betrieb nur gelesen wird, etwa für Firmware, und der ohne Strom erhalten bleibt. Bereich: Hardware
RPC Remote Procedure Call
Verfahren, mit dem ein Programm eine Funktion auf einem anderen Rechner aufruft, als wäre sie lokal vorhanden. Bereich: Softwareentwicklung
RPKI Resource Public Key Infrastructure
Zertifikatssystem, mit dem Netzbetreiber prüfen, ob ein Netz per BGP überhaupt von diesem Absender angekündigt werden darf. Bereich: Sicherheit
RPO Recovery Point Objective
Größter Datenverlust, den man im Notfall hinnimmt – angegeben als Zeitspanne seit der letzten Sicherung. Bereich: IT-Management & Recht
RSA Rivest–Shamir–Adleman
Asymmetrisches Verschlüsselungs- und Signaturverfahren, dessen Sicherheit auf der Schwierigkeit beruht, große Zahlen zu faktorisieren. Bereich: Sicherheit
rsync Remote Sync
Werkzeug zum effizienten Abgleichen von Dateien und Verzeichnissen, das lokal oder über SSH nur geänderte Teile überträgt. Bereich: Betriebssysteme
RTCP RTP Control Protocol
Begleitprotokoll zu RTP, das Statistiken wie Paketverlust und Laufzeit meldet, um die Qualität von Medienströmen zu überwachen. Bereich: Multimedia
RTO Recovery Time Objective
Zeit, innerhalb der ein System nach einem Ausfall wieder laufen muss. Bereich: IT-Management & Recht
RTOS Real-Time Operating System
Betriebssystem, das Aufgaben innerhalb fest garantierter Zeitgrenzen abarbeitet, etwa in Steuerungen und eingebetteten Geräten. Bereich: Betriebssysteme
RTP Real-time Transport Protocol
Protokoll zur Übertragung von Audio- und Videodaten in Echtzeit, etwa bei VoIP oder Videokonferenzen. Bereich: Multimedia

S

SaaS Software as a Service
Cloud-Modell, bei dem Software beim Anbieter läuft und über den Browser oder eine App im Abonnement genutzt wird. Bereich: Cloud & Server
SAML Security Assertion Markup Language
XML-basierter Standard, mit dem ein Identitätsanbieter Anmeldeinformationen an Dienste übermittelt, vor allem für Single Sign-on. Bereich: Sicherheit
SAN Storage Area Network
Eigenes Hochgeschwindigkeitsnetz, das Server blockbasiert mit zentralen Speichersystemen verbindet, etwa per Fibre Channel oder iSCSI. Bereich: Cloud & Server
SASE Secure Access Service Edge
Cloud-Konzept, das Netzwerkfunktionen wie SD-WAN mit Sicherheitsdiensten wie Firewall und Zero Trust in einem Dienst bündelt. Bereich: Sicherheit
SATA Serial AT Attachment
Serielle Schnittstelle zum Anschluss von Festplatten, SSDs und optischen Laufwerken an das Mainboard. Bereich: Hardware
SBC Session Border Controller
Netzelement an der Grenze von VoIP-Netzen, das SIP-Verbindungen absichert, steuert und zwischen Netzen vermittelt. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
SCAP Security Content Automation Protocol
NIST-Standardsammlung, mit der Schwachstellen und Konfigurationen von Systemen automatisiert und einheitlich geprüft werden. Bereich: Sicherheit
SCM Source Code Management
Verwaltung von Quellcode samt Änderungshistorie, Branches und Zusammenarbeit, meist mit Werkzeugen wie Git. Bereich: Softwareentwicklung
SCSI Small Computer System Interface
Standard zum Anschluss von Festplatten und anderen Geräten; sein Befehlssatz lebt heute in SAS, USB-Speichern und iSCSI weiter. Bereich: Hardware
SDK Software Development Kit
Sammlung aus Bibliotheken, Werkzeugen und Dokumentation, mit der Software für eine bestimmte Plattform entwickelt wird. Bereich: Softwareentwicklung
SDLC Software Development Life Cycle
Gesamter Lebenszyklus einer Software von Anforderung und Entwurf über Entwicklung und Test bis zu Betrieb und Wartung. Bereich: Softwareentwicklung
SDN Software-Defined Networking
Ansatz, bei dem ein zentraler Controller per Software das Netz steuert und Steuerung von der Weiterleitung getrennt wird. Bereich: Netzwerk
SELinux Security-Enhanced Linux
Sicherheitserweiterung des Linux-Kernels, die über Richtlinien vorschreibt, worauf Prozesse zugreifen dürfen (Mandatory Access Control). Bereich: Sicherheit
SEO Search Engine Optimization
Maßnahmen, mit denen Webseiten technisch und inhaltlich so gestaltet werden, dass sie in Suchmaschinen besser gefunden werden. Bereich: Web
SFTP SSH File Transfer Protocol
Protokoll zur verschlüsselten Übertragung und Verwaltung von Dateien über eine SSH-Verbindung. Bereich: Netzwerk
SHA Secure Hash Algorithm
Familie kryptografischer Hashfunktionen wie SHA-256, die aus beliebigen Daten einen Prüfwert fester Länge berechnen. Bereich: Sicherheit
SIEM Security Information and Event Management
System, das Protokolle aus vielen Quellen sammelt, auswertet und bei verdächtigen Mustern Sicherheitsalarme auslöst. Bereich: Sicherheit
SIM Subscriber Identity Module
Chipkarte, die Teilnehmer im Mobilfunknetz identifiziert und die dafür nötigen Schlüssel sicher speichert. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
SIP Session Initiation Protocol
Signalisierungsprotokoll, das Sitzungen wie VoIP-Telefonate oder Videokonferenzen aufbaut, steuert und beendet. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
SLA Service Level Agreement
Vereinbarung zwischen Dienstleister und Kunde, die messbare Leistungen wie Verfügbarkeit und Reaktionszeiten festlegt. Bereich: IT-Management & Recht
SLO Service Level Objective
Konkreter, messbarer Zielwert für einen Dienst, etwa 99,9 Prozent Verfügbarkeit, oft als Bestandteil eines SLA. Bereich: IT-Management & Recht
SMB Server Message Block
Netzwerkprotokoll, vor allem unter Windows, für den gemeinsamen Zugriff auf Dateien, Drucker und andere Ressourcen. Bereich: Netzwerk
SMTP Simple Mail Transfer Protocol
Protokoll zum Versenden von E-Mails vom Client zum Mailserver und zwischen Mailservern. Bereich: Netzwerk
SNMP Simple Network Management Protocol
Protokoll zur Überwachung und Verwaltung von Netzwerkgeräten wie Switches, Routern und Druckern. Bereich: Netzwerk
SOAP Simple Object Access Protocol
XML-basiertes Protokoll für den Nachrichtenaustausch zwischen Webservices, häufig beschrieben durch eine WSDL-Datei. Bereich: Web
SOC Security Operations Center
Zentrale Einheit, die IT-Systeme rund um die Uhr auf Sicherheitsvorfälle überwacht, diese bewertet und darauf reagiert. Bereich: Sicherheit
SOCKS Socket Secure
Protokoll, mit dem ein Proxy beliebige TCP- und teils UDP-Verbindungen stellvertretend für einen Client weiterleitet. Bereich: Netzwerk
SPA Single-Page Application
Webanwendung, die nur einmal geladen wird und ihre Inhalte danach per JavaScript nachlädt, ohne die Seite neu aufzubauen. Bereich: Web
SPF Sender Policy Framework
DNS-Eintrag, der festlegt, welche Server E-Mails für eine Domain versenden dürfen, um Absenderfälschung zu erschweren. Bereich: Sicherheit
SPI Serial Peripheral Interface
Synchroner serieller Bus, über den Mikrocontroller schnell mit Sensoren, Displays oder Flash-Speichern kommunizieren. Bereich: Hardware
SQL Structured Query Language
Standardsprache zum Abfragen, Einfügen, Ändern und Verwalten von Daten in relationalen Datenbanken. Bereich: Daten & Datenbanken
SRE Site Reliability Engineering
Arbeitsweise, die den Betrieb von Diensten mit Methoden der Softwareentwicklung zuverlässig und automatisiert macht. Bereich: Cloud & Server
SRTP Secure Real-time Transport Protocol
Abgesicherte Variante von RTP, die Audio- und Videoströme etwa bei VoIP verschlüsselt und gegen Manipulation schützt. Bereich: Sicherheit
SSD Solid-State Drive
Datenspeicher auf Basis von Flash-Speicher ohne bewegliche Teile, der deutlich schneller ist als eine klassische Festplatte. Bereich: Hardware
SSH Secure Shell
Protokoll für verschlüsselte Fernanmeldung und Befehlsausführung auf entfernten Rechnern, auch für Tunnel und Dateiübertragung. Bereich: Sicherheit
SSID Service Set Identifier
Name eines WLANs, den ein Access Point aussendet und über den Geräte das gewünschte Funknetz auswählen. Bereich: Netzwerk
SSL Secure Sockets Layer
Veralteter Vorgänger von TLS zur Verschlüsselung von Verbindungen; der Begriff wird umgangssprachlich noch für TLS verwendet. Bereich: Sicherheit
SSO Single Sign-on
Verfahren, bei dem eine einmalige Anmeldung Zugang zu mehreren Anwendungen gewährt, ohne sich erneut einloggen zu müssen. Bereich: Sicherheit
SSRF Server-Side Request Forgery
Angriff, bei dem ein Server dazu gebracht wird, Anfragen an interne oder fremde Adressen zu schicken. Bereich: Sicherheit
STP Spanning Tree Protocol
Protokoll, das in Switch-Netzen redundante Pfade blockiert, um Schleifen zu vermeiden, und sie bei Ausfällen wieder freigibt. Bereich: Netzwerk
SVG Scalable Vector Graphics
XML-basiertes Vektorgrafikformat, das sich ohne Qualitätsverlust skalieren lässt und direkt im Browser dargestellt wird. Bereich: Multimedia

T

TACACS Terminal Access Controller Access-Control System
Protokollfamilie zur zentralen Anmeldung und Rechtevergabe, heute vor allem als TACACS+ für Zugänge zu Netzwerkgeräten. Bereich: Sicherheit
TCAM Ternary Content-Addressable Memory
Spezieller Speicher in Switches und Routern, der Tabellen wie ACLs oder Routen in einem einzigen Takt durchsucht. Bereich: Hardware
TCO Total Cost of Ownership
Betrachtung aller Kosten eines IT-Systems über die gesamte Nutzungsdauer, von Anschaffung über Betrieb bis zur Entsorgung. Bereich: IT-Management & Recht
TCP Transmission Control Protocol
Verbindungsorientiertes Transportprotokoll, das Daten zuverlässig, vollständig und in richtiger Reihenfolge überträgt. Bereich: Netzwerk
TDD Test-Driven Development
Entwicklungsmethode, bei der zuerst ein automatisierter Test geschrieben wird und danach der Code, der ihn erfüllt. Bereich: Softwareentwicklung
TFTP Trivial File Transfer Protocol
Sehr einfaches Dateiübertragungsprotokoll über UDP ohne Anmeldung, das etwa beim Netzwerkboot oder für Firmware genutzt wird. Bereich: Netzwerk
TLD Top-Level Domain
Oberste Ebene eines Domainnamens, also die Endung wie .de, .com oder .org ganz rechts im Namen. Bereich: Web
TLS Transport Layer Security
Protokoll, das Verbindungen verschlüsselt und Server authentifiziert, etwa bei HTTPS, E-Mail oder VPN. Bereich: Sicherheit
TOTP Time-based One-Time Password
Einmalpasswort, das aus einem geheimen Schlüssel und der aktuellen Uhrzeit berechnet wird, typisch in Authenticator-Apps. Bereich: Sicherheit
TPM Trusted Platform Module
Sicherheitschip, der Schlüssel geschützt speichert und Funktionen wie Secure Boot oder Festplattenverschlüsselung unterstützt. Bereich: Sicherheit
TSDB Time Series Database
Datenbank, die auf zeitgestempelte Messwerte wie Sensordaten oder Server-Metriken spezialisiert ist, etwa InfluxDB. Bereich: Daten & Datenbanken
TTL Time to Live
Lebensdauer eines Datenpakets oder DNS-Eintrags, nach deren Ablauf es verworfen bzw. der Eintrag neu abgefragt wird. Bereich: Netzwerk
TTY Teletypewriter
Bezeichnung für Text-Terminals unter Unix und Linux, abgeleitet vom Fernschreiber; heute meist virtuelle Konsolen. Bereich: Betriebssysteme

U

U2F Universal 2nd Factor
Offener Standard für Hardware-Sicherheitsschlüssel als zweiten Faktor bei der Anmeldung; Vorläufer von FIDO2. Bereich: Sicherheit
UART Universal Asynchronous Receiver-Transmitter
Baustein für asynchrone serielle Datenübertragung, häufig für Debug-Konsolen und die Anbindung von Mikrocontrollern. Bereich: Hardware
UAT User Acceptance Testing
Abschließende Testphase, in der künftige Anwender prüfen, ob die Software ihre fachlichen Anforderungen erfüllt. Bereich: Softwareentwicklung
UDDI Universal Description, Discovery and Integration
XML-basierter Verzeichnisdienst, in dem Webservices veröffentlicht und gefunden werden konnten; heute kaum noch genutzt. Bereich: Web
UDP User Datagram Protocol
Verbindungsloses Transportprotokoll ohne Zustellgarantie, das schnell ist und etwa für DNS, Streaming und Spiele genutzt wird. Bereich: Netzwerk
UEFI Unified Extensible Firmware Interface
Moderne Firmware-Schnittstelle, die das BIOS ersetzt, den Rechner initialisiert und das Betriebssystem startet. Bereich: Hardware
UI User Interface
Benutzeroberfläche, also alle Elemente wie Fenster, Schaltflächen und Menüs, über die Menschen eine Software bedienen. Bereich: Softwareentwicklung
UID User Identifier
Eindeutige Zahl, mit der Unix- und Linux-Systeme einen Benutzer intern identifizieren und Rechte zuordnen. Bereich: Betriebssysteme
UMA User-Managed Access
Auf OAuth 2.0 aufbauendes Protokoll, mit dem Nutzer selbst steuern, wer auf ihre Ressourcen bei verschiedenen Diensten zugreift. Bereich: Sicherheit
UML Unified Modeling Language
Standardisierte grafische Sprache zur Modellierung von Software, etwa mit Klassen-, Sequenz- oder Anwendungsfalldiagrammen. Bereich: Softwareentwicklung
UNC Universal Naming Convention
Schreibweise für Netzwerkpfade unter Windows im Format \\Server\Freigabe\Pfad, um freigegebene Ressourcen anzusprechen. Bereich: Netzwerk
UPS Uninterruptible Power Supply
Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), die Geräte bei Stromausfall per Akku weiterversorgt und Spannungsspitzen abfängt. Bereich: Hardware
URI Uniform Resource Identifier
Zeichenfolge, die eine Ressource eindeutig bezeichnet und deren Sonderfall die URL als Fundort im Netz ist. Bereich: Web
URL Uniform Resource Locator
Adresse, die angibt, wo eine Ressource im Netz liegt und wie sie abgerufen wird, etwa https://example.org/seite. Bereich: Web
USB Universal Serial Bus
Verbreitete serielle Schnittstelle zum Anschluss und zur Stromversorgung von Peripheriegeräten wie Tastaturen und Speichern. Bereich: Hardware
UTF-8 8-bit Unicode Transformation Format
Verbreitete Zeichenkodierung, die alle Unicode-Zeichen mit ein bis vier Bytes darstellt und zu ASCII kompatibel ist. Bereich: Softwareentwicklung
UUID Universally Unique Identifier
128-Bit-Kennung, die ohne zentrale Vergabe praktisch weltweit eindeutig ist, etwa für Datensätze oder Partitionen. Bereich: Softwareentwicklung
UX User Experience
Gesamterlebnis bei der Nutzung eines Produkts, von Verständlichkeit und Bedienbarkeit bis zur Zufriedenheit der Nutzenden. Bereich: Softwareentwicklung

V

V2V Vehicle-to-Vehicle
Direkte Funkkommunikation zwischen Fahrzeugen, um etwa Warnungen vor Gefahren oder Bremsmanövern auszutauschen. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
V2X Vehicle-to-Everything
Sammelbegriff für die Kommunikation von Fahrzeugen mit anderen Fahrzeugen, Infrastruktur, Fußgängern und Netzen. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
VDI Virtual Desktop Infrastructure
Bereitstellung von Desktop-Umgebungen als virtuelle Maschinen im Rechenzentrum, auf die Nutzer per Netz zugreifen. Bereich: Cloud & Server
VHD Virtual Hard Disk
Dateiformat von Microsoft, das eine komplette virtuelle Festplatte etwa für Hyper-V-Maschinen in einer Datei abbildet. Bereich: Cloud & Server
VHDX Virtual Hard Disk Extended
Nachfolgeformat von VHD für Hyper-V mit größerer Maximalgröße und besserem Schutz vor Datenbeschädigung. Bereich: Cloud & Server
virtio Virtual I/O
Standard für paravirtualisierte Geräte, über den virtuelle Maschinen effizient auf Netzwerk und Datenträger zugreifen. Bereich: Cloud & Server
VLAN Virtual Local Area Network
Logische Aufteilung eines physischen Netzes in getrennte Teilnetze, meist per Tagging nach IEEE 802.1Q. Bereich: Netzwerk
VM Virtual Machine
Per Software nachgebildeter Rechner, der auf einem Hypervisor mit eigenem Betriebssystem isoliert läuft. Bereich: Cloud & Server
VMDK Virtual Machine Disk
Dateiformat von VMware für virtuelle Festplatten, das auch von anderen Virtualisierern gelesen werden kann. Bereich: Cloud & Server
VMM Virtual Machine Monitor
Andere Bezeichnung für den Hypervisor, also die Software, die virtuelle Maschinen erzeugt, steuert und voneinander trennt. Bereich: Cloud & Server
VNC Virtual Network Computing
Plattformunabhängiges Verfahren zur Fernsteuerung, das den Bildschirminhalt eines Rechners über das Netz überträgt. Bereich: Netzwerk
VNF Virtual Network Function
Netzwerkfunktion wie Firewall oder Router, die als Software auf Standardservern statt auf eigener Hardware läuft. Bereich: Netzwerk
VoIP Voice over IP
Telefonie über IP-Netze, bei der Sprache digitalisiert und in Datenpaketen etwa per SIP und RTP übertragen wird. Bereich: Mobilfunk & Telekommunikation
VPC Virtual Private Cloud
Logisch isoliertes, privates Netzwerk innerhalb einer öffentlichen Cloud mit eigenen Subnetzen und Firewall-Regeln. Bereich: Cloud & Server
VPN Virtual Private Network
Verschlüsselter Tunnel über ein öffentliches Netz, der entfernte Geräte oder Standorte sicher mit einem privaten Netz verbindet. Bereich: Netzwerk
VPS Virtual Private Server
Gemieteter virtueller Server, der sich die Hardware mit anderen teilt, aber eigenes Betriebssystem und Root-Zugang bietet. Bereich: Cloud & Server
VR Virtual Reality
Computergenerierte, dreidimensionale Umgebung, in die Nutzer meist mit einer VR-Brille eintauchen und interagieren. Bereich: Multimedia
VSS Volume Shadow Copy Service
Windows-Dienst, der konsistente Schattenkopien von Laufwerken erstellt, damit auch geöffnete Dateien gesichert werden können. Bereich: Betriebssysteme
VXLAN Virtual Extensible LAN
Overlay-Verfahren, das Layer-2-Netze in UDP kapselt und so Millionen getrennter Netze über Rechenzentren hinweg erlaubt. Bereich: Netzwerk

W

W3C World Wide Web Consortium
Internationales Gremium, das Webstandards wie HTML, CSS und Barrierefreiheitsrichtlinien entwickelt und veröffentlicht. Bereich: Web
WAF Web Application Firewall
Firewall, die HTTP-Verkehr zu Webanwendungen prüft und Angriffe wie SQL-Injection oder Cross-Site-Scripting abwehrt. Bereich: Sicherheit
WAN Wide Area Network
Weitverkehrsnetz, das Standorte über große Entfernungen verbindet; das Internet ist das größte Beispiel. Bereich: Netzwerk
Wasm WebAssembly
Binäres Befehlsformat, mit dem kompilierter Code etwa aus C oder Rust nahezu mit nativer Geschwindigkeit im Browser läuft. Bereich: Web
WCAG Web Content Accessibility Guidelines
Richtlinien des W3C, die festlegen, wie Webinhalte für Menschen mit Behinderungen barrierefrei gestaltet werden. Bereich: Web
WebDAV Web Distributed Authoring and Versioning
HTTP-Erweiterung, mit der sich Dateien auf einem Webserver wie auf einem Netzlaufwerk bearbeiten und verwalten lassen. Bereich: Web
WEP Wired Equivalent Privacy
Veraltetes, leicht zu knackendes Verschlüsselungsverfahren für WLAN, das durch WPA2 und WPA3 abgelöst wurde. Bereich: Sicherheit
WINS Windows Internet Name Service
Veralteter Microsoft-Dienst, der NetBIOS-Namen in IP-Adressen auflöst; in modernen Netzen durch DNS ersetzt. Bereich: Netzwerk
WLAN Wireless Local Area Network
Drahtloses lokales Netzwerk nach den IEEE-802.11-Standards, das Geräte per Funk mit einem Access Point verbindet. Bereich: Netzwerk
WMI Windows Management Instrumentation
Verwaltungsschnittstelle von Windows, über die Skripte Systeminformationen abfragen und Einstellungen ändern können. Bereich: Betriebssysteme
WPA Wi-Fi Protected Access
Sicherheitsstandard zur Verschlüsselung und Authentifizierung in WLANs, heute vor allem in den Versionen WPA2 und WPA3. Bereich: Sicherheit
WPS Wi-Fi Protected Setup
Verfahren, um Geräte per Knopfdruck oder PIN mit einem WLAN zu verbinden; die PIN-Variante gilt als unsicher. Bereich: Netzwerk
WSDL Web Services Description Language
XML-Sprache, die beschreibt, welche Operationen ein Webservice anbietet und wie Nachrichten an ihn aufgebaut sind. Bereich: Web
WSL Windows Subsystem for Linux
Funktion von Windows, mit der Linux-Programme und -Kommandozeilen direkt unter Windows laufen. Bereich: Betriebssysteme
WSUS Windows Server Update Services
Microsoft-Serverrolle, mit der Administratoren Windows-Updates im Firmennetz zentral freigeben und verteilen. Bereich: Betriebssysteme
WWW World Wide Web
Über das Internet verteiltes System verlinkter Hypertext-Dokumente, die per HTTP abgerufen und im Browser angezeigt werden. Bereich: Web

X

X11 X Window System, Version 11
Netzwerkfähiges Fenstersystem für Unix und Linux, das die grafische Oberfläche bereitstellt; zunehmend durch Wayland ersetzt. Bereich: Betriebssysteme
XDR Extended Detection and Response
Sicherheitsansatz, der Daten aus Endgeräten, Netz, Cloud und E-Mail zusammenführt, um Angriffe zu erkennen und abzuwehren. Bereich: Sicherheit
XFS Dateisystem von SGI – eine offizielle Ausschreibung gibt es nicht
Leistungsfähiges Journaling-Dateisystem, ursprünglich von SGI, das unter Linux besonders für große Dateien genutzt wird. Bereich: Betriebssysteme Name, keine Abkürzung
XHTML Extensible HyperText Markup Language
Neuformulierung von HTML nach den strengen Syntaxregeln von XML, die heute kaum noch eine Rolle spielt. Bereich: Web
XIP Execute in Place
Verfahren, bei dem Programmcode direkt aus dem Flash- oder ROM-Speicher ausgeführt wird, ohne ihn erst in den RAM zu laden. Bereich: Hardware
XML Extensible Markup Language
Textbasierte Auszeichnungssprache, mit der strukturierte Daten maschinen- und menschenlesbar ausgetauscht werden. Bereich: Daten & Datenbanken
XMPP Extensible Messaging and Presence Protocol
Offenes, XML-basiertes Protokoll für Sofortnachrichten und Online-Status, früher auch als Jabber bekannt. Bereich: Netzwerk
XMS Extended Memory Specification
Historische DOS-Spezifikation, die Programmen den Zugriff auf Arbeitsspeicher oberhalb von einem Megabyte ermöglichte. Bereich: Hardware
XOR Exclusive OR
Logische Verknüpfung, die genau dann wahr ist, wenn sich zwei Eingänge unterscheiden; wichtig für Prüfsummen und Kryptografie. Bereich: Softwareentwicklung
XSRF Cross-Site Request Forgery
Angriff, bei dem eine fremde Seite den Browser eines angemeldeten Nutzers ungewollte Anfragen an eine Webanwendung senden lässt. Bereich: Sicherheit
XSS Cross-Site Scripting
Angriff, bei dem fremder Skriptcode in eine Webseite eingeschleust und im Browser anderer Besucher ausgeführt wird. Bereich: Sicherheit

Y

YAML YAML Ain't Markup Language
Menschenlesbares Datenformat, das per Einrückung strukturiert ist und häufig für Konfigurationsdateien genutzt wird. Bereich: Daten & Datenbanken
YANG Yet Another Next Generation
Datenmodellierungssprache, die Konfiguration und Zustand von Netzwerkgeräten für NETCONF und RESTCONF beschreibt. Bereich: Netzwerk
YARN Yet Another Resource Negotiator
Ressourcenverwaltung im Hadoop-Ökosystem, die Rechenleistung im Cluster auf verschiedene Anwendungen verteilt. Bereich: Cloud & Server
YMODEM YMODEM Protocol
Historisches Protokoll zur Dateiübertragung über serielle Verbindungen und Modems, eine Weiterentwicklung von XMODEM. Bereich: Netzwerk Name, keine Abkürzung

Z

Zabbix Zabbix Monitoring System
Quelloffene Überwachungssoftware, die Server, Netzwerkgeräte und Dienste beobachtet und bei Störungen alarmiert. Bereich: Cloud & Server Name, keine Abkürzung
ZFS früher „Zettabyte File System" – heute offiziell keine Abkürzung mehr
Dateisystem mit integrierter Volumenverwaltung, Prüfsummen, Snapshots und RAID-Funktionen, etwa unter Linux oder FreeBSD. Bereich: Betriebssysteme
ZIF Zero Insertion Force
Sockel, in den ein Prozessor oder Chip ohne Kraftaufwand eingesetzt und dann per Hebel festgeklemmt wird. Bereich: Hardware
Zigbee Zigbee
Funkstandard für energiesparende Vermaschungsnetze, der vor allem in Smart-Home- und Sensorgeräten eingesetzt wird. Bereich: Netzwerk Name, keine Abkürzung
ZIP ZIP File Format
Verbreitetes Archivformat, das mehrere Dateien und Ordner verlustfrei komprimiert in einer einzigen Datei bündelt. Bereich: Daten & Datenbanken Name, keine Abkürzung
zram Compressed RAM Block Device
Linux-Kernelmodul, das einen komprimierten Bereich im Arbeitsspeicher als Blockgerät bereitstellt, meist als schneller Swap. Bereich: Betriebssysteme
Zsh Z Shell
Erweiterte Unix-Kommandozeile mit starker Autovervollständigung, die unter anderem unter macOS als Standard-Shell dient. Bereich: Betriebssysteme
ZTNA Zero Trust Network Access
Zugangskonzept, das jede Verbindung einzeln prüft und Nutzern nur genau die Anwendungen freigibt, die sie brauchen. Bereich: Sicherheit
ZTP Zero-Touch Provisioning
Verfahren, bei dem neue Netzwerkgeräte nach dem Anschließen ihre Konfiguration automatisch aus dem Netz laden. Bereich: Netzwerk
zvol ZFS Volume
Blockgerät, das innerhalb eines ZFS-Pools angelegt wird, etwa als virtuelle Festplatte für VMs oder als iSCSI-Ziel. Bereich: Daten & Datenbanken

So findest du jede Abkürzung

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Tipp die Abkürzung oder ein Stichwort ins Suchfeld – die Liste filtert sofort. Gesucht wird auch in Ausschreibung und Erklärung: „Zertifikat“ findet CA, CSR, ACME und Co.

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Springen

Über die A–Z-Leiste kommst du direkt zum Anfangsbuchstaben. Jeder Eintrag zeigt Ausschreibung, eine kurze Erklärung auf Deutsch und seinen Bereich.

Warum ein Verzeichnis für IT-Abkürzungen?

In der IT jagt eine Abkürzung die nächste: In Dokumentationen, Tickets, Ausschreibungen und Gesprächen tauchen täglich Kürzel auf, die ohne Zusammenhang kaum zu verstehen sind. Wer weiß, wofür ein Protokoll, ein Standard oder eine Systemkomponente steht, liest Fachtexte schneller, fragt gezielter nach und trifft bessere Entscheidungen.

Das Verzeichnis ist für alle gedacht, die mit IT zu tun haben – in der Ausbildung zum Fachinformatiker, im Studium, im Support oder einfach im Alltag zwischen WLAN, VPN und Cloud. Die Erklärungen sind bewusst kurz: ein Satz, der sagt, was es ist und wofür man es braucht.

Glasfaserkabel in einem Patchfeld, Symbolbild für IT-Abkürzungen

Häufige Fragen zu IT-Abkürzungen

Was ist der Unterschied zwischen Abkürzung und Akronym?

Ein Akronym ist eine Abkürzung aus Anfangsbuchstaben, die man wie ein Wort spricht – etwa NATO oder RAM. Wird Buchstabe für Buchstabe gesprochen, wie bei HTTP oder USB, spricht man von einem Initialwort. Im IT-Alltag sagt man zu beidem einfach Abkürzung.

Warum stehen auch Namen wie nginx oder Zigbee im Verzeichnis?

Weil viele sie für Abkürzungen halten und genau danach suchen. Solche Einträge tragen den Vermerk „Name, keine Abkürzung“ – statt einer erfundenen Ausschreibung steht dort, woher der Name kommt oder was er bezeichnet.

Warum gibt es zu manchen Abkürzungen mehrere Bedeutungen?

Viele Kürzel sind doppelt belegt – MAP, CA oder BMC etwa haben je nach Fachgebiet verschiedene Bedeutungen. Das Verzeichnis nennt die Bedeutung, die in der IT am gebräuchlichsten ist; der Bereich unter dem Eintrag zeigt, aus welcher Ecke sie stammt.

Wie aktuell ist das Verzeichnis?

Es umfasst 616 Einträge und wurde im Oktober 2026 vollständig überarbeitet: Jeder Eintrag hat eine geprüfte Ausschreibung, eine kurze Erklärung und einen Bereich bekommen, fehlerhafte Einträge wurden korrigiert oder entfernt.

Mir fehlt eine Abkürzung – wie melde ich sie?

Schreib mir über das Kontaktformular, welche Abkürzung fehlt oder wo dir ein Fehler aufgefallen ist. Neue Einträge kommen mit der nächsten Überarbeitung dazu.

Kann ich auf eine Suche verlinken?

Ja. Häng an die Adresse dieser Seite #suche= und den Begriff an, zum Beispiel #suche=dns – dann öffnet sich das Verzeichnis gleich mit dieser Suche.

Hinter Foerbs Labyrinth steckt Fabian Brose

Web, Druck, Systeme und Apparate baue ich auch im Auftrag — erzähl mir von deinem Vorhaben.

Mehr aus dem Labyrinth? Werkzeuge, Generatoren und Fundstücke findest du hier:

Gespeicherte Inhalte

Gespeicherte Notizen

Gespeicherte Links

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