Checkliste: Schritt für Schritt durch den Providerwechsel
Ein Providerwechsel klappt ohne Datenverlust, wenn die Reihenfolge stimmt: erst sichern, dann den neuen Server vorbereiten, dann die Domain umziehen. Diese Checkliste führt dich wie die Checkliste im Cockpit durch Webseite, Domain und E-Mail – zum Abhaken, und deine Haken bleiben auf deinem Gerät gespeichert.
Die Checkliste zum Abhaken

37 Punkte in 8 Etappen
1. Vorbereiten 0/5
Was hier fehlt, fehlt später auf dem neuen Server – und fällt oft erst Wochen danach auf.
Wichtig sind vor allem TXT-Einträge für externe Dienste, etwa Bestätigungen für Google, Microsoft 365 oder einen Newsletter-Dienst.
Der alte Vertrag muss laufen, bis Domain, Webseite und E-Mails sicher umgezogen sind.
Dann greifen spätere Änderungen schneller. Nicht jeder Provider lässt das zu – dann den Schritt einfach überspringen.
2. Webseite sichern 0/4
Je kleiner die Sicherung, desto seltener scheitert später der Upload.
Erst eine Sicherung, die sich wiederherstellen lässt, ist eine Sicherung.
3. E-Mails sichern 0/3
Kurz vor dem Umzug der Domain wiederholen, damit auch die neuesten Mails dabei sind.
4. Neuen Server vorbereiten 0/4
Bei Strato z. B. den Gästebuch-Schutz deaktivieren, sonst scheitert der Upload der Sicherung.
5. Domain umziehen 0/7
Bei vielen Providern gibt es ihn im Kündigungsablauf. Bei .de-Domains gilt er 30 Tage und nur für einen Umzug.
Wer „Domain löschen“ wählt, gibt sie zur Neuregistrierung frei. Im Zweifel beim alten Provider nachfragen.
MX- und SPF-Einträge des alten Providers nicht übernehmen – die setzt der neue Provider selbst.
Bis die Änderung überall angekommen ist, können einige Stunden vergehen.
6. Webseite einrichten 0/5
Zeigt der Browser „nicht sicher“, stecken meist noch Bilder oder Links mit http:// in den Inhalten.
7. E-Mails einrichten 0/6
Erst jetzt – die Mails liegen sicher im Ordner aus „E-Mails sichern“.
8. Nach der Landung 0/3
Deine Haken bleiben in diesem Browser gespeichert – nichts davon geht an einen Server.
So geht’s
1. Von oben nach unten
Die Etappen bauen aufeinander auf. Wer die Sicherung überspringt, hat beim Umzug kein Netz.
2. Abhaken
Ein Klick auf den Punkt setzt den Haken. Oben siehst du, wie weit du bist; die Tipps unter manchen Punkten ersparen typische Fehler.
3. Pause machen
Der Umzug dauert oft mehrere Tage. Deine Haken bleiben in diesem Browser gespeichert – oder du kopierst den Stand als Text in deine Notizen.
Warum wie im Cockpit?
Im Cockpit wird abgehakt, obwohl alle Handgriffe sitzen – gerade weil sie sitzen. Routine überspringt Schritte, eine Checkliste nicht. Bei einem Providerwechsel ist es ähnlich: Die meisten Schritte sind einfach, aber ein vergessener DNS-Eintrag oder eine ungeprüfte Sicherung reicht, damit Mails verschwinden oder die Webseite tagelang fehlt. Weil dazu in letzter Zeit häufiger Anfragen kamen, gibt es diese Liste.
Die häufigsten Stolperfallen
- Domain gelöscht statt umgezogen: Beim Kündigen den Providerwechsel wählen – nie „Domain löschen“ oder „freigeben“.
- Auth-Code abgelaufen: Bei .de-Domains gilt er 30 Tage und nur für einen Umzug. Erst anfordern, wenn der neue Server vorbereitet ist.
- Umzugssperre bei .com & Co.: Kurz nach der Registrierung oder einem vorigen Umzug kann eine Domain bis zu 60 Tage gesperrt sein.
- Alter Vertrag zu früh beendet: Läuft der Vertrag aus, bevor der Umzug durch ist, ist die Webseite weg – im schlimmsten Fall die Domain gleich mit.
- TXT-Einträge vergessen: Fehlen Bestätigungen für externe Dienste, landen Mails im Spam oder ein angebundener Dienst steigt aus.
- Mailkonto zu früh entfernt: Alte Konten erst aus den Mailprogrammen nehmen, wenn die Sicherung vollständig ist.
Nach der Landung
Ist alles umgezogen, lohnt ein zweiter Blick nach ein paar Tagen: Kommen Mails aus dem Kontaktformular an? Laufen die Backups beim neuen Provider? Melden sich angebundene Dienste wie Newsletter oder Kalender?
Den alten Vertrag lässt du ausklingen, sobald alles läuft. Rufe vorher das alte Postfach ein letztes Mal ab, falls der alte Provider das nach dem Umzug der Domain noch zulässt – so geht auch keine Mail verloren, die genau während des Umzugs ankam.

Mit KI zusammen
Ein KI-Chat erklärt dir, was ein MX- oder TXT-Eintrag bedeutet, oder hilft, eine Fehlermeldung beim Upload zu verstehen. Zugangsdaten, Passwörter und den Auth-Code gibst du dort aber nie ein – die gehören nur zum alten und zum neuen Provider.
Lieber mit Unterstützung?
Wenn du den Umzug nicht selbst machen willst oder es um eine Seite mit Shop, vielen Postfächern oder Kundendaten geht: Ich ziehe Webseiten und E-Mail auch im Auftrag um. Mehr dazu auf brosemedien.de – oder schreib mir direkt über den Knopf unten.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Providerwechsel?
Die Arbeit selbst dauert für eine kleine Webseite einen halben bis ganzen Tag. Der Umzug einer .de-Domain ist nach Eingabe des Auth-Codes oft in Minuten erledigt; bis die Änderung überall angekommen ist, können aber einige Stunden vergehen. Plane deshalb ein paar Tage Puffer ein und lass den alten Vertrag so lange laufen.
Ist meine Webseite während des Umzugs offline?
Nur kurz, wenn die Reihenfolge stimmt: Die Webseite bleibt auf dem alten Server erreichbar, bis die Domain umgezogen ist. Danach zeigt sie auf den neuen Server – dort sollte die Seite dann möglichst schnell wiederhergestellt werden.
Gehen beim Wechsel E-Mails verloren?
Nicht, wenn du sie vorher in einen Ordner sicherst, der nicht an der Domain hängt, und die Sicherung kurz vor dem Umzug wiederholst. Mails, die genau während des Umzugs eintreffen, landen je nach Zeitpunkt noch im alten oder schon im neuen Postfach. Rufe das alte Postfach deshalb ein letztes Mal ab, wenn der alte Provider das zulässt.
Was ist der Auth-Code?
Der Auth-Code (auch AuthInfo oder Umzugspasswort) beweist, dass du die Domain umziehen darfst. Du bekommst ihn vom alten Provider und gibst ihn beim neuen ein. Bei .de-Domains ist er 30 Tage gültig und nur einmal verwendbar.
Wann kündige ich den alten Vertrag?
Die Kündigung muss als Kündigung zum Providerwechsel laufen, nicht als Löschung der Domain. Achte auf die Frist: Der alte Vertrag sollte erst enden, wenn Domain, Webseite und E-Mails sicher beim neuen Provider sind.
Speichert die Checkliste meine Haken?
Ja, in diesem Browser auf deinem Gerät. Nichts davon geht an einen Server. Auf einem anderen Gerät beginnt die Liste leer – mit „Als Text kopieren“ nimmst du den Stand mit, etwa in deine Notizen.
Dieses Werkzeug hat Fabian Brose gebaut
Web, Druck, Systeme und Apparate baue ich auch im Auftrag — erzähl mir von deinem Vorhaben.
Mehr für Technik-Tage:

























